BayernTod in Gartenlaube: Vater aus Arnstein angeklagt wegen fahrlässiger Tötung der Jugendlichen

Im Januar erstickten sechs Jugendliche in Arnstein in einer Gartenlaube. Gegen den Vater zweier Opfer wurde nun Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben.

Es war eine Schreckensmeldung, die Ende Januar durch die Medien lief. Sechs Jugendliche im Alter zwischen 18 und 19 Jahren hatten sich für eine Privatfeier in einer Gartenlaube der bayerischen Stadt Arnstein getroffen. Sie wollten Spaß haben, ein paar Biere trinken. Doch die Partynacht endete tödlich: Die jungen Leute starben an einer Kohlenmonoxidvergiftung. 

Tod in Gartenlaube: Vater aus Arnstein angeklagt wegen fahrlässiger Tötung der Jugendlichen
In einer Gartenlaube in Arnstein starben im Januar sechs Jugendliche an einer Kohlenmonoxidvergiftung. 
Foto: iStock
 

52-jähriger Vater aus Arnstein hatte Fehler begangen

Nach den Ermittlungen zur tragischen Unglücksnacht steht nun fest, dass der Eigentümer der Hütte, ein Vater zweier Opfer, einen Stromerzeuger fehlerhaft an das vorhandene Leitungsnetz aufstellte. Der 52-jährige Vater wurde nun wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.

Laut Gutachten muss sich folgendes Szenario abgespielt haben: Den Jugendlichen wurde kalt, sie wollten mit dem Gerät heizen. Das Gas breitete sich im Laufe des Abends vom Standort des Stromaggregats in einem Nebenraum abseits der Wohnräume aus. Die Jugendlichen starben an dem austretenden Gas. 

 

Ein schleichender Tod durch Kohlenmonoxid

Kohlenmonoxid ist besonders tückisch, da es geruchslos ist. Die Jugendlichen merkten also gar nicht, dass sie langsam ersticken. Das Gas lagert sich wie Sauerstoff an das Blut an. Atmet man es über eine längere Zeit ein, verhindert Kohlenmonoxid die Sauerstoffaufnahme im Blut. Das führt zur Bewusstlosigkeit und einem schleichenden Tod.

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