Zug-UnglückTostedt: Mann wird tödlich von Zug erfasst - er trug Kopfhörer

Am Sonntagnachmittag ereignete sich ein Zugunglück zwischen Hamburg und Bremen. Ein Mann wurde von einem Zug in Tostedt mitgerissen und starb an seinen Verletzungen.

Um 15 Uhr entdeckte ein Zugführer, der gerade die Strecke befuhr, die Leiche eines 50-jährigen Mannes am Gleisbett zwischen zwischen den Ortschaften Todtglüsingen und Neddernhof, die zum niedersächsischen Stadt Tostedt gehören. Er alarmierte die Polizei.

Laut ersten Ermittlungen handelt es sich um ein schreckliches Unglück. Neben dem Mann lag ein eingeschalteter MP3-Player, sodass er den herbeifahrenden Zug wahrscheinlich nicht gehört hatte. Vermutlich trug der 50-Jährige sogenannte „Noise Cancelling"-Kopfhörer. Diese sind komplett schallisoliert, man ist quasi von der Außenwelt abgeschieden. Zudem lief der Mann an einem Trampelpfad des Gleises entlang. Beide Faktoren führten wohl dazu, dass er von einem Zug angesogen und wieder zurückgeschleudert wurde und schließlich an seinen schweren Verletzungen starb.

Todsted: Mann wird tödlich von Zug erfasst - er trug Kopfhörer iStock

 

Die Polizei warnt eindringlich vor Trampelpfaden am Gleis

Trampelpfade sind schmale Wege, die entstehen, wenn mehrere Menschen an gleicher Stelle entlanglaufen. „Es ist immer gefährlich einen unerlaubten Pfad zu benutzen. In diesem Fall sogar noch mehr, weil er an den Gleisen liegt. Die Schnellzüge dort erreichen Geschwindigkeiten von mehr als 200 Stundenkilometern. Das sind bis zu 70 Meter die Sekunde", warnte ein Polizeisprecher gegenüber der Mopo.

Die Polizei schließt einen Suizid aus und prüft derzeit die genauen Umstände.

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