13 Reasons Why Tote Mädchen lügen nicht: Jetzt warnen Experten vor der Serie

In der Serie geht es um die Schülerin Hannah Baker, die Selbstmord begeht.
In der Serie geht es um die Schülerin Hannah Baker, die Selbstmord begeht.
Foto: 13 Reasons Why / Facebook

"Tote Mädchen lügen nicht" geht durch die Decke. Unzählige Menschen sind von der Serie begeistert, aber auch erschüttert. Jetzt wird offiziell vor den Gefahren der Serie gewarnt.

Alle sprechen von ihr: Hannah. Und das momentan nicht nur innerhalb der Serie, deren Protagonistin sie ist, sondern auch in der Realität. Der Selbstmord des jungen Mädchens, um den sich die Netflix-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ (oder englisch: „13 Reasons Why“) dreht, ist in aller Munde.

Die Serie ist extrem erfolgreich gestartet. Doch gerade deswegen wird jetzt von ihr gewarnt – und zwar nicht von irgendwelchen Kritikern, sondern auf offizieller Ebene. Experten zeigen sich besorgt, Gesundheitsorganisationen weltweit haben sogar Richtlinien zum Schauen der Serie veröffentlicht (siehe unten).

 

Wovon handelt „Tote Mädchen lügen nicht“ genau?

Im Zentrum der Serie steht Schülerin Hannah Baker, die Suizid begeht. Auf ihrem Selbstmord baut sich die Geschichte auf – oder vielmehr auf der Frage nach dem Warum.

Wieso bringt sich ein junges Mädchen um?

Das möchte Hannah Baker der Nachwelt erklären. Sie nimmt insgesamt 13 Kassetten auf, die in der Serie ihrem Freund Clay zukommen. Jede Kassette ist einer Folge und einer Person gewidmet, die laut Hannah Mitschuld an ihrem Selbstmord tragen.

Im Video: 13 Geheimnisse über "Tote Mädchen lügen nicht"

 
 

Und wieso ist die Serie so gefährlich?

Ohne Frage widmet sich die Serie damit einem schwierigen und vor allem tragischen Thema. Das ist auch der Grund, wieso Gesundheitsorganisationen sie nun kritisch betrachten. „Tote Mädchen lügen nicht“ soll auf den Umgang mit unseren Mitmenschen aufmerksam machen – und eigentlich zeigen, dass Suizid keine Option ist.

Stattdessen ist die Serie jedoch so emotional und mitreißend, dass Experten befürchten, Hannahs Selbstmord könnte romantisiert werden. Insbesondere wer sensibel ist oder psychische Probleme hat, sollte besonders vorsichtig sein.

13 Reasons Why geht dem Zuschauer extrem nahe – zu nahe, wie Gesundheitsorganisationen nun meinen. Sie sehen das hohe Identifikationspotenzial mit der Protagonistin Hannah Baker als problematisch und gefährlich.

Gleichzeitig könnten Szenen sexueller Belästigung verstörend wirken – insbesondere für Menschen, die selbst einmal Opfer solcher Tat geworden sind. Menschen mit psychischen Problemen oder traumatisierenden Erlebnissen wird von der Serie abgeraten.

Hier ist die komplette Richtlinie, die SAVE, eine Organisation für die Prävention von Suizid geteilt hat:

Darin wird ausdrücklich geraten, sich Hilfe zu suchen. Menschen identifizieren sich häufig mit den Charakteren aus dem Fernsehen oder Filmen. Es ist wichtig, zu bedenken, dass es gesunde Wege gibt, mit der Thematik aus 13RW umzugehen, suizidale Gedanken gehören nicht dazu.“

„Tote Mädchen lügen nicht“ sorgt somit für Aufruhr – unter Zuschauern und Experten. So oder so: Wer die Serie anschaut, sollte darüber sprechen. Denn reden hilft, gesehene Inhalte zu verarbeiten. Das muss nicht immer mit Freunden oder Familie sein. Wer sich jemand Außenstehendem anvertrauen und über seine Gefühle sprechen möchte, kann sich jederzeit unter folgenden Nummern bei der Telefonseelsorge melden: 0800/111 0 111 · 0800/111 0 222 · 116 123  Der Anruf ist kostenlos!

(ww4)

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