Hohe SchuldenToys ‘R’ Us ist pleite! Spielwarenkette beantragt Insolvenz in den USA

Die Spielwarenkette Toys ‘R’ Us ist pleite! Warum das Unternehmen jetzt Insolvenz angemeldet hat und was das für die Läden in Deutschland bedeutet.

 

Spielwarenkette Toys ‘R’ Us beantrag Insolvenz für USA und Kanada

Düstere Stimmung in der bunten Spielzeugwelt von Toys ‘R’ Us – die amerikanische Spielzeugwaren-Kette musste jetzt kurz vor dem Weihnachtsgeschäft in den USA und Kanada Insolvenz anmelden.

Im US-Bundesstaat Virgina beantragte das weltweit bekannte Spielzeug-Unternehmen am Montag, 19. September, den Gläubigerschutz.

Die US-Spielzeug-Handelskette Toys R Us hat einen Insolvenzantrag eingereicht. Die Läden bleiben aber geöffnet.
Die US-Spielzeug-Handelskette Toys R Us hat einen Insolvenzantrag eingereicht. Die Läden bleiben aber geöffnet.
Foto: iStock

Auch Toys ‘R’ Us ist die übermächtige Konkurrenz aus dem Internet zum Verhängnis geworden. Immer weniger Kunden kamen in die weltweit rund 1600 stationären Toys ‘R’ Us-Läden. Stattdessen kaufen die Kunden bei Billiganbietern.

 

Toys ‘R’ Us-Läden in Deutschland sind nicht betroffen

Toys ‘R’ Us beschäftigt derzeit noch 64.000 Mitarbeiter. Der Insolvenzantrag betrifft nicht die Aktivitäten außerhalb der USA und Kanada.

In Deutschland gibt es von Toys ‘R’ Us noch 66 Filialen, in Österreich sind es 15 und in der Schweiz 10.

Das Unternehmen stellt in einer Pressemitteilung zur Insolvenz klar: „Entscheidend ist, dass die operativen Gesellschaften in Europa, Asien und Australien nicht Teil des derzeit in den USA und Kanada stattfindenden Restrukturierungsprozesses sind.

Weltweit stehen sowohl die Toys ‘R’ Us Märkte als auch die Online-Shops den Kunden wie gewohnt zur Verfügung. Die Restrukturierungsverfahren nach „Chapter 11“ in den USA und nach dem „CCAA“ in Kanada ermöglichen es den dortigen Landesgesellschaften, ihre Schuldenlast während des laufenden Geschäftsbetriebes signifikant zu reduzieren.

An dieser Stelle sei explizit darauf hingewiesen, dass es sich hierbei weder um eine Geschäftsauflösung noch einen Konkurs nach deutschem Verständnis handelt.

Für Deutschland gilt: volle Kraft voraus für das Weihnachtsgeschäft. Toys ‘R’ Us  versichert: „Auch in diesem Jahr wird es eine Vielzahl von tollen Angeboten und Events für die Spielwaren- und Babykunden geben und der Einstellungsprozess für eine Vielzahl an Saisonkräften läuft bereits auf Hochtouren.

Toys ‘R’ Us ist nicht die erste Spielzeugwaren-Kette, die unter dem Druck der Online-Konkurrenz massiv zu leiden hat. Erst kürzlich hatte Spielwaren-Hersteller Lego bekannt gegeben, das das Unternehmen aufgrund großer Verluste 1.400 Arbeitsplätze streichen müsse.

ww1

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