Schreckliche Bilder!

Tragisches Osterfeuer-Unglück kostet Fuchswelpe fast das Leben

Ein Fuchswelpe ist nur knapp den Flammen eines Osterfeuers entkommen und wird jetzt vom Hamburger Tierschutzverein gepflegt. Die Fotos des verletzten Tieres zeigen, wie schnell die vermeintlich harmlose Ostertradition zu einer tödlichen Falle werden kann.

Tragisches Osterfeuer-Unglück kostet Fuchswelpe fast das Leben
Ein vermeintlich schönes Osterfeuer: Für viele Tiere eine tödliche Falle Foto: deepblue4you/iStock

Gerade einmal vier Wochen ist die kleine Füchsin alt, die am Ostersamstag beinahe ihr Leben in einem privaten Osterfeuer in Hamburg-Reitbrook verloren hätte. Die Menschen, die sich jetzt um sie kümmern, haben ihr den Namen Fillie gegeben.

Fillie hat noch einmal Glück gehabt. Doch jedes Jahr sterben Tiere in Osterfeuern. Die Bilder des verletzten Fuchswelpen sind kaum zu ertragen und ein Appell an uns Menschen, vorsichtiger mit Osterfeuern zu sein.

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Tragisches Unglück an Ostern: Fuchswelpe verbrennt fast

Wie der Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. (HTV) in einer Pressemitteilung berichtet, wurde Fillie am Ostersonntag um 8 Uhr morgens gefunden.

Die junge Fähe hat eine Rauchvergiftung sowie Verbrennungen im Gesicht, an den Ohren und an den Pfoten erlitten. Ihr gesamtes Fell war versengt und sie stand unter Schock. Im HTV wurde sie zunächst mit Schmerzmitteln und Antibiotika behandelt und nach der Behandlung des Fells in eine Wärmebox gesetzt.

Achtung, die Bilder des verletzten Tieres sind schockierend!

Verbrannter Fuchswelpe
Kaum Fell und heftige Verbrennungen: Der Fuchswelpe kurz nach seiner Rettung Foto: Hamburger Tierschutzverein

Fillie: Bald wieder frei?

Der Fuchswelpe wird seit dem tragischen Unglück im Osterfeuer von Janet Bernhardt, der 1. Vorsitzenden des HTV, und ihrem Mann gepflegt. Die beiden kümmern sich rund um die Uhr um das verletzte Tier.

Alle paar Stunden bekommt Fillie angerührte Welpenmilch und ihre Brandwunden werden mit einer speziellen Salbe behandelt. Auch regelmäßige Infusionen helfen, das Tier gesund zu machen.

Janet Bernhardt füttert Fillie
Janet Bernhardt füttert Fillie Foto: Hamburger Tierschutzverein

"Wie lange sie noch bei uns bleiben muss, können wir noch nicht abschätzen. Ein paar Monate sind es bestimmt noch, wenn nicht sogar ein halbes Jahr", erzählt Janet Bernhardt.

Der Umgang mit der kleinen Fähe braucht Fachwissen. "Noch ist sie sehr scheu und das soll auch so bleiben, denn dann können wir sie später wieder auswildern", erklärt die 1. Vorsitzende. "Sollte das nicht der Fall sein, dann werden wir ein geeignetes Wildtiergehege für sie suchen."

Trotz der schweren Verletzungen ist Janet Bernhardt optimistisch: "Die Kleine ist tapfer und scheint auf dem Weg der Besserung zu sein. Zumindest ist ihr Appetit groß und auch feste Nahrung kann sie schon aufnehmen."

Osterfeuer: Durch Nachlässigkeit werden sie zu Scheiterhaufen

Fillie war nicht alleine in dem Osterfeuer gefangen. Als man sie fand, liefen zwei weitere Fuchswelpen, die vermutlich ihre Geschwister waren, weg. Der Hamburger Tierschutzverein kann nicht ausschließen, dass andere Tiere in dem Osterfeuer ums Leben kamen.

Das tragische Unglück ist leider kein Einzelfall. Immer wieder nutzen Wildtiere die Holz- oder Reisighaufen, die oft schon Wochen vor Ostern aufgeschichtet werden, als Versteck, als Nist- oder Wurfplatz. Wird das Holz am Osterwochenende entzündet, verwandelt sich der vermeintliche Schutzraum in einen Scheiterhaufen.

Sven Fraaß, Pressesprecher des Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V., unterstreicht, dass Katastrophen wie diese leicht zu verhindern wären: Man muss das aufgeschichtete Holz nur vor dem Anzünden umschichten. Das bedeutet zwar ein Stück Arbeit, kann aber Tierleben retten.

Fuchswelpe Fillie
Fuchswelpe Fillie ist traumatisiert Foto: Hamburger Tierschutzverein

Leider sind zu viele Menschen nicht bereit, diese einfache Sicherheitsmaßnahme durchzuführen. "Jedes Jahr wieder appellieren wir an die Bevölkerung, doch bitte die Osterfeuerhaufen zumindest vor dem Anzünden umzuschichten", so Sven Fraaß, "und jedes Jahr wieder gibt es Menschen, die das nicht beherzigen und ihre seit Wochen herumliegenden Holzhaufen in Scheiterhaufen verwandeln."

Durch diese Unachtsamkeit wäre Fuchswelpe Fillie fast im Osterfeuer verbrannt.

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Artikelbild & Social Media: deepblue4you/iStock