KlimawandelTrauriger Temperatur-Rekord in der Arktis - Heißer als bei uns!

Besorgniserregende Nachrichten aus der Arktis: Dort wurde jetzt ein neuer Temperatur-Rekord verzeichnet.

Während sich hierzulande viele über den eher durchschnittlichen Sommer beschweren, zeigen sich an einem anderen Ort die extremen Auswirkungen des Klimawandels. Auf der Inselgruppe Spitzbergen in der Arktis wurde die bislang wärmste Temperatur seit dem Beginn der Wetteraufzeichnung gemessen.

 

Klimawandel: Rekord-Temperatur auf Spitzbergen

Wie das norwegische Institut für Meteorologie in Oslo erklärte, wurde am Freitag ein Spitzenwert von 21,7 Grad Celsius erreicht – Rekord! In dem Ort Longyearbyen auf Spitzbergen wurde eine ähnlich hohe Temperatur - 21,3 Grad - am 16. Juli 1979 gemessen. Der Ort liegt etwa 1300 Kilometer vom Nordpol entfernt.

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Dem Institut zufolge bleiben die hohen Temperaturen womöglich noch bis Montag bestehen. Die gemessenen Werte liegen deutlich über den normalerweise auf der Inselgruppe zu verzeichnenden Temperaturen. Die normalen Werte für den Juli liegen dort eigentlich bei gerade einmal fünf bis acht Grad.

 

Klimaerwärmung in der Artktis doppelt so schnell

Die Klimaerwärmung entwickelt sich Wissenschaftlern zufolge in der Arktis doppelt so schnell wie in anderen Teilen der Erde. Neben den Temperatur-Rekorden gibt noch eine weitere Entwicklung Anlass zur Sorge: Das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven meldet bei der Eisbedeckung im Juli einen neuen Tiefstand. Derzeit sind noch rund sechs Millionen Quadratkilometer von Eis bedeckt, das sind ganze 16 Prozent weniger als im Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre.

Bereits im Juni 2020 schockten die Forscher mit einer Meldung aus Sibirien: In der russischen Stadt Werchojansk in Jakutien wurden vor wenigen Wochen Rekord-Temperaturen von 38 Grad gemessen. Die hohen Temperaturen hatten Waldbrände und ein beschleunigtes Tauen des Permafrosts zur Folge.

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