Schule geschlossenTuberkulose-Schule in Dresden – schon drei Erkrankungsfälle festgestellt!

Schon drei aktuelle Fälle von Tuberkulose am HOGA-Gymnasiums in Dresden! 600 Schüler und Lehrer werden auf Tuberkulose untersucht, Untersuchungsradius erweitert!

Inhalt
  1. HOGA-Gymnasium wegen Lungentuberkulose geschlossen 
  2. Schon vier Tuberkulose-Fälle festgestellt - Untersuchungsradis wird ausgeweitet
  3. Suche nach Tuberkulose mit Blutproben und Röntgenaufnahmen
  4. So soll Ausweitung der Tuberkulose in Dresden verhindert werden
  5. Erste Symptome der Tuberkulose erst nach acht Wochen erkennbar

 

HOGA-Gymnasium wegen Lungentuberkulose geschlossen 

Noch mehr Tuberkulose-Erkrankungen in Dresden! Erst gestern teilte das HOGA-Gymnasium mit, dass aufgrund einer an ansteckender Lungentuberkulose erkrankten Person der Schulbetrieb vorerst eingestellt wird.

Aktuell werden 600 Schüler und Lehrer auf Tuberkulose untersucht, der Unterricht findet nicht statt. Am morgigen Mittwoch soll der Schulbetrieb wieder starten. Allerdings dürfte die Verunsicherung unter den Schülern, Lehrern und Eltern in Dresden groß sein, denn inzwischen ist schon von drei aktuellen Tuberkulose-Erkrankten die Rede.

Die Stadt Dresden und das HOGA-Gymnasium teilen in einer gemeinsamen Presseerklärung mit: „Das Dresdner Gesundheitsamt untersucht vorsorglich am Montag, 4. Dezember, und Dienstag, 5. Dezember, rund 600 Schüler und Lehrer der Oberschule und des Allgemeinbildenden Gymnasiums der HOGA auf der Zamenhofstraße 61/63 auf Lungentuberkulose. [...] Wegen der TBC-Untersuchung findet am 4. und 5. Dezember 2017 kein Unterricht an den beiden Schulen statt. Am Mittwoch wird der reguläre Schulbetrieb wiederaufgenommen. Das Gesundheitsamt reagiert damit auf drei aktuelle Erkrankungsfälle, die bei der Umgebungsuntersuchung zu einem im September festgestellten Fall von ansteckungsfähiger Lungentuberkulose am Allgemeinbildenden Gymnasium der HOGA ermittelt wurden.

 

Schon vier Tuberkulose-Fälle festgestellt - Untersuchungsradis wird ausgeweitet

Insgesamt sind derzeit also schon vier Fälle von Tuberkulose-Erkrankungen in Dresden bekannt.

Gesundheitsamtsleiter Jens Heimann erläutert: „Bei den bekannten Fällen ist ein Zusammenhang anzunehmen, wobei aufgrund der sehr variablen Inkubationszeit nicht sicher festzustellen ist, von wem die Ansteckung ausging. Um ein Höchstmaß an Sicherheit für die Bevölkerung zu erzielen und weitere Ansteckungsrisiken zu mindern, führt das Gesundheitsamt eine großflächige Umgebungsuntersuchung durch und weitet den Untersuchungsradius auf die beiden Schulen an der Zamenhofstraße 61/63 aus.“

 

Suche nach Tuberkulose mit Blutproben und Röntgenaufnahmen

Bei der Tuberkulose handelt es sich um eine gefährliche Lungenkrankheit, die durch Bakterien übertragen wird. Unbehandelt kann die Krankheit tödliche Folgen haben.

Bei den Tuberkulose-Untersuchungen in Dresden werden jetzt Blutproben getestet, Röntgenaufnahmen ausgewertet und Kontaktpersonen identifiziert. „Jeder Fall wird ernst genommen und in Abgleich mit dem persönlichen Gesundheitszustand und der Lebenslage überprüft. Wir sind mit mehreren Teams im Einsatz“, sagt Gesundheitsamtsleiter Jens Heimann.

 

So soll Ausweitung der Tuberkulose in Dresden verhindert werden

Das Gesundheitsamt in Dresden gehe aktuell nach den Richtlinien des Deutschen Zentralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK) vor, teilt die Stadt mit. Die Ergebnisse der Tuberkulose-Untersuchung sollen in wenigen Tagen vorliegen.

Wenn weitere Tuberkulose-Erkrankungen festgestellt werden, soll es laut Gesundheitsamt so weitergehen: „Sollten weitere Erkrankungsfälle festgestellt werden, wird geklärt inwieweit die Ermittlungen von Kontaktpersonen über den Radius der Schule hinaus ausgeweitet werden müssen, z. B. auf Familienangehörige. Das Gesundheitsamt wird die betroffenen Personen umgehend informieren. Menschen, die sich mit Tuberkulose angesteckt haben, werden mit einem Antibiotikum behandelt. Im Einzelfall erfolgt die Prophylaxe. Nach Ende der Ansteckungsfähigkeit ist eine normale gesellschaftliche Teilhabe wieder möglich.“

 

Erste Symptome der Tuberkulose erst nach acht Wochen erkennbar

Das Dresdner Gesundheitsamt erläutert zum Verlauf einer Tuberkulose-Erkrankung: "Nach den Richtlinien des DZK liegt ein relevantes Übertragungsrisiko erst vor, wenn zu einer ansteckungsfähig erkrankten Person ein direkter Kontakt von Angesicht zu Angesicht von mindestens acht Stunden in der Summe gegeben ist. Die Kontaktpersonen werden frühestens acht Wochen nach der eventuellen Übertragung untersucht. Vorher sind Krankheitssymptome für eine gesicherte Diagnostik noch nicht zu erwarten. Für eine Behandlung ist dies gleichwohl rechtzeitig. Denn die Inkubationszeit, das heißt die Zeit bis zum Ausbruch der Krankheit, ist deutlich länger."

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