Schlimmer VorfallUm 73.000 Euro betrogen! Verzweifelte Oma Gerda (82) nahm sich das Leben

Weil sie Opfer eines Betrügers wurde, nahm sich eine Rentnerin aus Fürstenfeldbruck das Leben.

Inhalt
  1. 82-Jährige wird Opfer von Telefonbetrügern
  2. So wurde der schlimme Betrug aufgedeckt
  3. Oma Gerda verlor 73.000 Euro
  4. Aus Scham nahm sich Oma Gerda das Leben

Gerda Rossmanith aus Fürstenfeldbruck fiel Anfang September auf Telefonbetrüger herein und verlor dabei fast ihr gesamtes Erspartes. Nach dem Vorfall schämte sich die Rentnerin so sehr, dass sie sich schließlich das Leben nahm.

 

82-Jährige wird Opfer von Telefonbetrügern

Die 82-Jährige erhielt einen Anruf von einem angeblichen Polizisten, berichtet ihr Schwiegersohn Immanuel Koppitz gegenüber der Zeitung "Merkur". "Gerdi sollte als Lockvogel mithelfen, korrupte Bankmitarbeiter ihrer Hausbank zu überführen", so die Masche der Betrüger.

Bei Beträgen über 20.000 Euro würden die Mitarbeiter neben echten Geldscheinen angeblich auch Falschgeld herausgeben. Daraufhin hob die Oma zweimal je 25.000 Euro und einmal 23.000 Euro ab. Für solche Summen muss ein Grund für die Auszahlung angegeben werden.

 

So wurde der schlimme Betrug aufgedeckt

Die Betrüger fragten die Frau deshalb, ob sie einen Enkel habe, der ein Haus besitzt. Gerda bejahte dies - mit schwerwiegenden Folgen. "Der angebliche Polizist sagte dann, dass sie bei der Bank sagen solle, sie brauche das Geld für einen ihrer Enkel und eine Solaranlage auf dessen Haus", erklärt Immanuel Koppitz.

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Die Betrüger holten das Geld schließlich bei Gerda Rossmanith zu Hause ab. Als die Seniorin noch einmal eine große Summe für die Betrüger abheben sollte, wurde eine Bankmitarbeiterin misstrauisch und rief die Tochter an. Im Gespräch mit echten Polizisten offenbarte sich dann, dass Gerda Opfer von Betrügern wurde.

 

Oma Gerda verlor 73.000 Euro

Ein Schock für die ältere Dame, die 73.000 Euro verloren hatte. "Wir haben ihr gut zugeredet und gesagt, dass das nicht so schlimm ist und sie normal weiterleben kann, ohne sich groß einschränken zu müssen", erzählt Immanuel Koppitz.

Nach dem Vorfall schien zunächst alles wieder in Ordnung, doch er habe immer wieder den Eindruck gehabt, dass Gerda mit den Folgen des Vorfalls zu kämpfen habe, berichtet der Schwiegersohn. Das ungute Gefühl sollte sich am 20. Oktober bestätigen.

 

Aus Scham nahm sich Oma Gerda das Leben

Um 18 Uhr nahm die Diabektikern ihre übliche Insulin-Dosis, wie in ihrem Insulinbuch zu lesen ist. Um 22 Uhr ist kein EIntrag zu finden. Gerda Rossmanith hatte sich eine Überdosis gespritzt, weil sie die Scham über den Betrug nicht mehr ertragen konnte.

"Die Betrüger haben meine Schwiegermutter in den Tod getrieben", so Immanuel Koppitz. Damit anderen nicht Ähnliches passiert, redet er über die Familientragödie und appelliert an ältere Menschen: "Bitte reden Sie mit jemandem drüber oder rufen die 110 an. Lieber einmal zu oft dort angerufen, als einmal zu wenig."

Du hast Selbstmord-Gedanken oder kennst jemanden, der welche hat? Dann kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge unter telefonseelsorge.de. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 kannst du außerdem anonym und rund um die Uhr Hilfe von Beratern bekommen, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

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