Bundesweite ErpressungUnbekannter Erpresser vergiftet Lebensmittel

Ein unbekannter Erpresser sorgt bundesweit für Aufruhr. In einem Schreiben droht er nun damit, Lebensmittel zu vergiften. In eingen Produkte sei bereits Gift gefunden worden.

Ein Fall aus Friedrichshafen beunruhigt nun ganz Deutschland: In einem anonymen Erpresserschreiben wird damit gedroht, Lebensmittel zu vergiften. In einigen Produkten sei bereits Gift beigemischt worden. Der Erpresser fordert eine hohe Geldsumme von über zehn Millionen Euro.

Die Lösegeldforderung ging bereits am Samstag bei großen Handelsketten und der Polizei ein, nach Angaben der Bild-Zeitung unter anderem bei bundesweit bekannten Unternehmen wie Aldi, Lidl, Edeka, Rewe, Norma, dm und Rossmann.

Der Erpresser wies weiterhin konkret darauf hin, bereits in mehreren Produkten in Friedrichshafen am Bodensee tödliche Mengen an giftigen Substanzen beigemischt zu haben. Dabei handele es sich um Babynahrung, es wurden konkrete Filialen genannt.

 Nach augenblicklicher Untersuchung in den Geschäften konnten nun tatsächlich mehrere manipulierte Produkte sichergestellt werden. Es sollen bereits erste Fotos eines Unbekannten aufgetaucht sein, der Produkte in die genannten Märkte eingeschleust hat.

Weiterhin droht der Unbekannte damit, deutschlandweit, aber auch im Ausland, erneut Produkte in Lebensmittel- und Drogeriegeschäften zu vergiften.

Deutschland ist in Alarmbereitschaft. Um 12.00 soll die Öffentlichkeit in einer Pressekonferenz über den neusten Stand der Ermittlung informiert werden. Die Kriminalpolizei Konstanz hat die Ermittlungen übernommen. 

 

+++ Update: Während der Pressekonferenz wurde bestätigt, dass der Täter damit gedroht hat, in insgesamt 20 Geschäften Produkte zu vergiften. In Friedrichshafen sollen sich diese bereits in fünf Läden befinden. Die Polizei nimmt die Drohung sehr Ernst, es gibt Hinweise, dass auch weitere Bundesländer betroffen sind. Deswegen sollen Kunden besonders darauf achten, dass beim Öffnen bei Babynahrung ein Klicken des Glases hörbar ist. Andernfalls soll die Polizei informiert werden.

Die Polizei Koblenz schreibt: "Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass es zukünftig zu einer Manipulation kommen könnte, werden Verbraucher deshalb aufgefordert, besonders auf Beschädigungen der Produktverpackungen oder das Fehlen des Unterdrucks (besonders bei Glasverpackungen mit Schraubverschluss) zu achten. Deckel von ordnungsgemäß verschlossenen Gläsern weisen üblicherweise eine Wölbung nach innen auf, beim Öffnen ist ein Knackgeräusch zu hören. Werden beim Einkauf verdächtige Produkte festgestellt, werden die Verbraucher gebeten, sofort das Verkaufspersonal zu informieren. Stellen Verbraucher zu Hause eine Manipulation von Verpackungen fest, können diese beim Ladengeschäft oder bei jeder Polizeidienststelle abgegeben werden."

Jetzt bittet die Polizei um Mithilfe der Bevölkerung und gibt eine Täterbeschreibung heraus, die auf Videoaufnahmen aus den betroffenen Geschäften basiert: Der Hauptverdächtige soll männlich, mittelgroß, schlank und um die 50 Jahre alt sein und eine Brille, sowie weiße Mütze und schwarze Handschuhe und Lederjacke tragen.

Hinweise werden unter der Telefonnummer 075319953434 entgegengenommen. 

Diese Bilder des mutmaßlichen Erpressers veröffentlichte die Polizei Koblenz:

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(ww4)

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