VerbraucherinformationUnser Trinkwasser wird immer teurer und das ist der Grund

In Deutschland muss man immer mehr für sauberes Trinkwasser zahlen. Die Grünen fordern daher die Einführung eines neuen Gesetzes zum Schutz des Grundwassers.

Laut einer Analyse der Grünen Bundestagsfraktion auf Grundlange von Zahlen des Statistischen Bundesamtes soll der Wasserpreis zwischen den Jahren 2005 und 2016 um 25 Prozent gestiegen sein. Dem Gutachten nach würde somit die durchschnittliche Jahresrechnung eines Drei-Personen-Haushalts in einem Sechsfamilienhaus von 217 Euro auf 352 Euro steigen.

 

Kritik und korrigierte Zahlen

Doch es gibt große Kritik an dem Bericht der Grünen und Uneinigkeiten in Bezug auf die Berechnungsgrundlage. Der Verband der kommunalen Unternehmen (VKU) erklärte, dass das Statistische Bundesamt im Jahr 2013 die Grundlagen für das Erfassen der Zahlen geändert hat. Zudem wurde die Inflationsrate nicht miteinbezogen. Auch das Statistische Bundesamt selbst weist die Zahlen der Grünen zurück. Statistiker korrigierten den Bericht und legten die Preissteigerung anhand einer vergleichbaren Grundlage auf 17.6 Prozent fest. Die Inflationsrate im selben Vergleichszeitraum lag bei 16,1 Prozent.

 

Wasserverschmutzung durch Landwirtschaft

Auf ihrer Website korriegierten die Grünen ihre Zahlen und gaben eine Stellungname ab, in der es unteranderem heißt: "Das Statistische Bundesamt weist inzwischen darauf hin, dass die Daten aus der Verbraucherpreisstatistik für einen Preisvergleich besser geeignet sind. (...) Entsprechend haben wir die Angaben in diesem Artikel angepasst. Davon unberührt bleibt die dringliche Notwendigkeit zu handeln bestehen.

Denn so oder so trägt nach Meinung der Grünen die Landwirtschaft eine Mitschuld an der Preissteigerung des Trinkwassers. Durch eine stärkere Nitratverschmutzung und mehr Medikamentenrückständen im Grundwasser wird das Reinigen des Wassers immer aufwendiger und teurer. Daher fordern die Grünen ein schärferes Gesetz für den Einsatz von Gülle, Pestiziden und Arzneien.

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