GesundheitsgefahrUV-Strahlen: Darum solltest du im Flugzeug nie (ohne Sonnencreme) am Fenster sitzen

Wer im Flugzeug am Fenster sitzt, ist vor UV-Strahlen nicht geschützt - jedenfalls nicht vor allen und nicht ausreichend. Wer Falten und Hautkrebs vorbeugen will, sollte sich auch im Flugzeug mit Sonnenmilch eincremen.

Inhalt
  1. UV-A-Strahlen dringen durch Flugzeugfenster
  2. UV-A-Strahlen können Hautkrebs auslösen
  3. Sonnencreme im Flugzeug verwenden

Dass wir keinen Kaffee im Flugzeug trinken sollten, hat sich schon rumgesprochen. Alkohol im Flugzeug getrunken macht uns schneller betrunken und Getränke mit Kohlensäure bähen uns über den Wolken noch mehr auf, als am Boden ohnehin schon. So weit, so bekannt.

Eine viel größere Gefahr im Flugzeug droht uns aber nicht von Innen, sondern von Außen - zumindest, wenn man auf einem der Fensterplätze sitzt. Das Risiko heißt UV-Strahlung, also Teile der elektromagnetischen Sonnenstrahlen.

UV-Strahlen durch Glas: Darum solltest du im Flugzeug nie (ohne Sonnencreme) am Fenster sitzen
UV-A-Strahlen können durch die Fensterscheiben im Flugzeug dringen. Sie sind u.a. für Falten und Krebs verantwortlich.
Foto: iStock
 

UV-A-Strahlen dringen durch Flugzeugfenster

Die Fensterscheiben im Flugzeug lassen kurzwellige Sonnenstrahlen, wie etwa die UV-B-Strahlung (Wellenlänge: 280 bis 315 Nanometer), nicht hindurch. Allerdings können die langwelligen UV-A-Strahlen ("Schwarzlicht"; Wellenlänge: 315 bis 380 Nanometer) wohl durch das Fenster dringen - und auf der Haut derjenigen Menschen andocken, die einen Fensterplatz ergattert haben.

Wer jetzt denkt: "Ich sitze immer am Fenster im Flugzeug und hatte nie einen Sonnenbrand davongetragen", liegt natürlich absolut richtig! Denn die negativen Folgen der UV-A-Strahlung sind nicht sichtbar. Die Haut wird durch sie von Innen geschädigt, da UV-A-Strahlen tiefer in die Haut eindringen, als UV-B-Strahlen. (Sonnenbrand verursacht nur UV-B-Strahlung, die weniger tief in unsere Haut eindringt, dafür aber energiereicher ist.)

 

UV-A-Strahlen können Hautkrebs auslösen

Das Problem mit der UV-A-Strahlung: Sie sind für die Hautalterung zuständig, also mitunter für vorzeitige Faltenbildung (weil UV-A-Strahlen die Kollagene unserer Haut schädigen und sie somit ihre Spannkraft verliert) und sogenannte "Lederhaut". UV-A-Strahlen sind auch diejenigen, die in Sonnenstudios verwendet werden. Und sie sind auch der Grund, warum man für Sonnenstudios ein Mindestalter erreicht haben muss: Bräunen auf eigene (Gesundheits-)Gefahr.

Was aber viel schlimmer ist als die high-speed Hautalterung: UV-A-Strahlen können schwarzen Hautkrebs (Malignes Melanom) verursachen, wie eine Studie nahelegt. Das ungefilterte Sonnenlicht dringt in die Haut ein und verändert das Erbgut. Die angeleuchteten Hautzellen können anfangen, unkontrolliert zu wachsen; es bildet sich ein Tumor.

 

Sonnencreme im Flugzeug verwenden

Doch keine Angst, vor dem Fliegen! Wer sich vor UV-A-Strahlen im Flugzeug schützen will, aber nicht auf den Fensterplatz verzichten möchte, kann nur eins tun: Sich schon vorher mit Sonnenschutzmittel eincremen. Vor allem Gesicht, Dekolleté, Arme und Hände sollten eingesalbt werden. Dann kann einem gesunden Urlaub nichts mehr im Wege stehen!

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