UmstrukturierungVeganz: Veganer Supermarkt muss Filialen schließen

Die erste vegane Supermarktkette schließt den Großteil ihrer Filialen.
Die erste vegane Supermarktkette schließt den Großteil ihrer Filialen.
Foto: Facebook / Veganz

Die vegane Supermarktkette „Veganz“ muss gleich mehrere Filialen schließen. Grund ist eine Umstrukturierung. Wie geht es mit „Veganz“ weiter?

Als erste rein vegane Supermarktkette wollte sich „Veganz“ einen Namen in ganz Europa machen. Mit dem Motto „Wir lieben Leben“ trafen die Start-Up-Gründer einen Nerv. Nach und nach wurden mehrere Filialen in der Heimatstadt Berlin, dann auch in Hamburg und anderen Großstädten eröffnet. Die Erfolgssträhne begann 2011 – doch sechs Jahre später gibt die vegane Kette nun bekannt, dass mehrere Filialen schließen werden. Und zwar gleich 50 Prozent! Was ist mit Veganz passiert?

Die Standpunkte Frankfurt, Leipzig, Essen und München wurden bereits geschlossen. Jetzt gibt es auch in Hamburg keinen „Veganz“ mehr. Hier hatte das Geschäft 2013 als erster veganer Supermarkt der Stadt eröffnet.

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Grund für die Schließung der Filialen sei eine Umstrukturierung. Die verbleibenden Supermärkte sollen zu „Markenerlebniswelten“ umgebaut werden – da dies allerdings aus unterschiedlichen Gründen nicht überall möglich war, mussten manche Standorte stattdessen schließen.  Wie genau solche Erlebnismärkte aussehen, ist noch unklar.

Nach eigenen Angaben ist das Konzept trotzdem aufgegangen – nur nicht mit eigenen Filialen. Stattdessen hatte die Supermarktkette 2015 bereits begonnen, eine eigene Produktlinie aufzubauen, die mittlerweile bei großen Handelsunternehmen wie Edeka, Kaufland, Rossmann und dm im Regal stehen. Auf diesen Vertriebsweg will sich die vegane Kette auch weiterhin konzentrieren. Kunden dürfen sich also doch freuen: Ganz verschwindet die Marke „veganz“ also nicht vom Markt.

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(ww4)

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