LouisianaVibrionen: Frau stirbt nach Austern-Genuss an fleischfressenden Bakterien

In den USA verstarb eine Frau, nachdem sie Austern verspeiste. Grund dafür waren Vibrionen: In den Muscheln versteckten sich fleischfressende Bakterien.

Der Tod von Jeanette LeBlanc, einer 55-Jährigen Frau aus Texas, geht aktuell durch die Nachrichten. Im Urlaub in Louisiana verspeiste sie Austern. Doch der Genuss endete tödlich.

Auf einem Markt hatte die Frau gemeinsam mit ihrer Frau und einer Freundin die Muscheln erstanden. Nachdem sie sie geschlürft hatte, ging es ihr zunächst gut. Erst 36 Stunden später begann der Albtraum: Jeanette LeBlanc klagte über Ausschlag und Atemnot. Überall an ihrem Körper waren Wunden.

 

Vermeintliche Allergie entpuppte sich als Vibrionen

Die Freundinnen gingen von einer allergischen Reaktion aus. Doch als es der 55-Jährigen immer schlechter ging, wurde sie ins Krankenhaus eingeliefert. Dort stellten die Mediziner eine erschreckende Diagnose: Die Frau wurde innerlich buchstäblich von Bakterien aufgegessen.

Über die Austern hatte sie sich mit sogenannten Vibrionen angesteckt. Dabei handelt es sich um fleischfressende Bakterien. Eine Infektion äußerst sich anfangs meist über eine Magen-Darm-Entzündung, kann sich jedoch schnell im Körper ausbreiten und eine Blutvergiftung auslösen.

Im Fall von Jeanette LeBlanc kam jede Hilfe zu spät. Drei Wochen kämpften die Ärzte um das Leben der 55-Jährigen, bis sie am 15. Oktober 2017 an der Infektion starb.

Jetzt ist die Lebensgefährtin der Verstorbenen mit der Tragödie an die Öffentlichkeit gegangen, um Menschen vor den Bakterien zu warnen.

 

Die fleischfressenden Bakterien kamen auch in Deutschland schon vor

Immer wieder kommt es zu Infektionen mit Vibrionen. Die Bakterien können sich in Salzwasser ab einer Temperatur von 20 Grad vermehren und oral oder über Wunden in den Körper eindringen. Am häufigsten infizieren sich Menschen über kontaminiertes Trinkwasser oder Lebensmittel. Aus diesem Grund sollte in wärmeren Gebieten vom Verzehr roher Meeresfrüchte abgesehen werden.

Wird eine Vibrionen-Infektion früh behandelt, sind die Chancen auf eine folgenlose Heilung groß. Jedoch sinkt diese rasant, je später die Bakterien bekämpft werden.

In Deutschland wurden die fleischfressenden Bakterien vor einigen Jahren an der Ost- und Nordseeküste nachgewiesen. Das Infektionsrisiko wird noch immer als gering eingeschätzt. Wer nach dem Baden in warmem, salzigem Gewässer entzündete Wunden feststellt, sollte sicherheitshalber trotzdem immer einen Arzt aufsuchen.

Weiterlesen:

(ww4)

Kategorien: