Mama-BlogVorsicht vor Abzocke bei der Suche nach einem Babysitter

Mama-Bloggerin Timea berichtet von den Schwierigkeiten bei der Suche nach einem guten Babysitter.
Mama-Bloggerin Timea berichtet von den Schwierigkeiten bei der Suche nach einem guten Babysitter.
Foto: iStock

Mama-Bloggerin Timea aus München schreibt für Wunderweib.de über ihr neues Leben als Mama einer fast 2-jährigen Tochter. Jede Woche lernt sie etwas Neues, sie wundert sich, lacht und weint. Diese Woche schreibt sie über das Suchen und Finden eines geeigneten Babysitters.

Gehört ihr auch zu der Sorte Familie, die keine Verwandtschaft in der näheren Umgebung hat? Dann leide ich mit euch. Ich weiß, wie schwer es ist ohne regelmäßige Unterstützung im Alltag ein kleines Kind zu versorgen und hin und wieder mal Zeit für die eigene Beziehung zu finden. Immer nur zu Hause sitzen, wenn das Kind schläft, nährt die Partnerschaft nicht unbedingt positiv. Wir alle müssen mal aus den eigenen vier Wänden ausbrechen und das auch mit seinem Liebsten.

Für mich alleine finde ich genügend Zeit mittlerweile, das ist nicht das Problem. Am Wochenende passt mein Mann auch gerne alleine einen Nachmittag auf unsere Tochter Léla auf, damit Mama ein bisschen bummeln gehen kann und einen Kaffee trinken. Jede Woche "schenken" wir uns gegenseitig einen Abend, den jeder frei mit seinen Freunden verbringen kann. Das ist gut so und spendiert eine Portion Freiheit, gleichermaßen in das Leben von Mama und Papa.

Doch was tun, wenn man eben solche Freiheitsgefühle gemeinsam erleben möchte? So wie früher: Ganz ohne Kind, einfach als Paar ein paar schöne Stunden miteinander verbringen und das außer Haus. Für Eltern ohne Oma, Opa in der Nähe schwierig.

Léla ist nun fast zwei Jahre alt und erst jetzt fing ich an nach einer Babysitterin Ausschau zu halten. Ich habe dieses Thema vor mich hingeschoben, denn immerhin haben wir liebe Freunde, die das hin und wieder gemacht haben oder wenn eben doch die entfernte Verwandtschaft zu Besuch kam, wurden sie gelegentlich zum Babysitten verdonnert.

Die Hilfe von Freunden möchte man nicht überstrapazieren, entweder weil sie selber Kinder haben oder weil sie weit weg wohnen - was seit unserem Umzug aufs Land so ziemlich jeder tut.

 

Fehler bei der Suche nach einem Babysitter

So packte ich das Projekt "Babysitter finden" an und machte gleich erste Fehler. Ich stieß auf ein großes Vermittlungs-Portal im Internet und registrierte mich. Diese Seite - der Name beginnt mit "b" - macht viel Werbung, den Namen hat man schon öfters gehört. Kann ja nur seriös sein. Bis mir dann klar wurde, dass ich die vielen gelisteten Babysitter erst anschreiben kann, wenn ich eine Premium-Mitgliedschaft abschließe. Klingt nach einem Date-Portal. Mit Hilfe eines Gutscheins aus dem Internet "vergünstigte" sich meine Mitgliedschaft für einen (!) Monat auf 17,50 Euro.

Ich investierte das Geld, denn die vielen Profile von freundlichen Babysittern lockten mich. Leider erhielt ich auf zahlreiche Anschreiben nur eine einzige Antwort. Ich frage mich: Gibt es diese Personen wirklich alle? Ich werde es nie erfahren.

Und das Beste kommt noch: Die Mitgliedschaften basieren auf einem Abo-System. Das heißt wenn man nicht rechtzeitig kündigt, verlängert sich das gebuchte Paket um den jeweiligen Zeitraum. Klingt nach Abzocke.

Glücklicherweise meldete sich immerhin eine junge Frau, die ich prompt auf ein Kennenlernen einlud. Die Dame war sehr freundlich, Léla mochte sie auch.

Trotzdem ist es ein komisches Gefühl, eine wildfremde Person zu engagieren, die auf unser Wertvollstes, was wir in diesem Leben jemals haben werden, aufpassen soll.

Ich weiß nicht wie ihr das macht, aber ich habe beschlossen, dass ich erstmal zwei Termine ausmache, wo wir gemeinsam spielen und ich mich vielleicht für eine halbe Stunde zurückziehe und einkaufen gehe. Wenn sich Léla mit ihrer Babysitterin gut versteht, werden wir es beim dritten Mal abends versuchen. Ich werde mit meinem Mann in eine Gaststätte um die Ecke gehen und wahrscheinlich im 10-Minuten-Takt Updates von der Babysitterin erbitten, ob alles ok ist. Wird bestimmt ein entspannter Abend…

Ich habe den Rat bekommen, mehrere Babysitter zu suchen, um für alle Fälle gerüstet zu sein. Wenn arbeitstechnisch etwas dazwischen kommt, ist es gut, mehrere Betreuer zu haben, auf die man zurückgreifen kann.

Allerdings werde ich eher nicht mehr im Internet nach Babysittern suchen: Die nächsten Betreuer für meine Tochter werde ich über die guten alten Kleinanzeigen finden und mir so wenigstens das Geld für die Vermittlung sparen.

Liebe Mamas, ich freue mich über Tipps: Wie habt ihr eure Babysitter gefunden?

Eure Timea

Video: Wofür du Babypuder noch verwenden kannst

 

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