SchockmomentVorzeitige Menopause: Wechseljahre mit 35

Die frühzeitige menopause kann Frauen in eine tiefe Depression stürzen
Die frühzeitige menopause kann Frauen in eine tiefe Depression stürzen
Foto: iStock
Inhalt
  1. Was sind frühzeitge Wechseljahre?
  2. Was kann man gegen die frühen Wechseljahre tun?
  3. Natürliche Hilfe bei Regelanomalien

Studium, Karriere, Familie: Für die meisten Frau sieht die Lebensplanung so oder ähnlich aus. Im Durchschnitt bekommen wir immer später Kinder. Selbstverwirklichung, berufliche Ziele oder die Partnerschaft sind zunächst wichtiger. Doch was, wenn es dann irgendwann zu spät ist für die Familienplanung? Für viele Frauen ein Schock: die vorzeitige Menopause. Schätzungen zufolge ist eine von 100 Frauen davon betroffen.

Stell dir vor, du hast dich gerade beruflich so richtig ausgetobt, fühlst dich eigentlich bereit für Kinder, aber willst vorher noch ein bisschen deine Freiheit genießen. So geht es vielen Frauen in den frühen Dreißigern.

Doch dann die Schock-Diagnose vom Frauenarzt: Die Menopause hat bereits eingesetzt. Den meisten jungen Frauen, die zu früh in die Menopause kommen, ergeht es so. Die vorzeitigen Wechseljahre kommen schleichend und werden aufgrund des Alters nicht richtig eingeordnet.

 

Was sind frühzeitge Wechseljahre?

Die frühzeitigen Wechseljahre beginnen zwischen 35 und 40 Jahre. Das Hormon Gestagen nimmt im Körper ab. Zyklusschwankungen können auftreten. Das Östrogen im Körper wird schnell weniger. Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen sind für viele Frauen jetzt ein Problem. Nach der letzten Regelblutung beginnt die Postmenopause. Östrogen und Gestagenwerden kaum mehr produziert. Das Osteoporose-Risiko steigt.

Schlafstörungen, Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen werden anders wahrgenommen. Bei vielen jungen Frauen wird die vorzeitige Menopause erst entdeckt, wenn sie die Pille absetzen. Die Reglblutung bleibt ganz aus und eine körperliche Ursache ist nicht zu finden.

Für die betroffenen Frauen ein Schock: Nie mehr verhüten, keine eigenen Kinder und keine Blutung mehr! Normalerweise setzt die Menopause durchschnittlich mit 52 Jahren ein. Niemand rechnet damit, mit Anfang 30 in die Wechseljahre zu kommen.

 

Was kann man gegen die frühen Wechseljahre tun?

Wer sich unsicher ist, sollte zum Arzt gehen. Ein unregelmäßiger Zyklus mit besonders starken Blutungen kann ein Symptom sein. Der Arzt kann durch Ultraschall noch die vorhandenen Eizellen überprüfen. Außerdem wird ein Bluttest gemacht, der die Konzentration von Östradiol, Follikelstimulierendes Hormon (FSH) und Anti-­Müller-Hormon (AMH) überprüft. Diese Blutananlyse muss mehrmals wiederholt werden, da die Werte schwanken können. Ein ganz eindeutiges Anzeichen ist das dauerhafte Ausbleiben der Blutung.

Die Betroffenen Frauen brauchen eine Hormonersatztherapie. Bei vorzeitigen Wechseljahren ist das Risiko an Osteoporose zu erkranken sehr hoch, das dem Körper das Hormon Östrogen zusehend fehlt.

 

Natürliche Hilfe bei Regelanomalien

Bei Zyklusschwankungen  lohnt es sich zudem auf Hilfe aus der Natur zurückzugreifen. Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass die Heilpflanze Mönchspfeffer (Vitex agnus castus, z.B. in Femicur N) sich positiv auf die Konzentration bestimmter Hormone wie zum Beispiel Prolaktin auswirkt, so dass die Zyklen wieder regelmäßiger verlaufen können.