Mama-BlogWarum ich als Mutter die Kita meines Kindes liebe

Mama-Bloggerin Timea aus München schreibt für Wunderweib.de über ihr neues Leben als Mama einer 1-jährigen Tochter. Jede Woche lernt sie etwas Neues, sie wundert sich, lacht und weint.

Mama-Bloggerin Timea ist sehr froh, dass es Kitas gibt.
Mama-Bloggerin Timea ist sehr froh, dass es Kitas gibt.
Foto: Timea Sternkopf
Inhalt
  1. Wieso ich die Kita liebe
  2. Kita-Kritik kam nicht so gut an
  3. Ich verstehe Krippengegner nicht

Diese Woche schreibt sie über die Vorteile der Kita und wieso sie Krippengegner nicht versteht.

 

Wieso ich die Kita liebe

Ich bin ein Mensch, der ausspricht - und in diesem Falle ausschreibt – was er denkt und fühlt. Ich scheue mich nicht davor meine Fehler offen zu legen und ich scheue mich nicht davor zu sagen, wenn mich etwas stört. Trotzdem möchte ich immer respektvoll sein gegenüber meinen Mitmenschen. Das sind Werte, die ich meiner Tochter unbedingt weitergeben möchte. Sie soll nie, nie, nie Angst haben im Leben ihren Mund aufzumachen und ich hoffe, dass sie zu einer selbstbewussten Frau heranwachsen wird, die mit Freundlichkeit auf ihre Mitmenschen zugehen wird.

 

Kita-Kritik kam nicht so gut an

Letzte Woche wurde ich auf Facebook fast gelyncht, weil ich augenzwinkernd die Frage stellte, ob Kitas noch nie etwas von Langarmlätzchen hörten, da die Klamotten von Léla immer so schmutzig werden. Das Augenzwinkern hätte ich wohl auch deutlicher tippen sollen, als ich der Krippe für meinen viralen Brechreiz und Durchfall die Schuld gab. Der beabsichtigte Humor ist irgendwo zwischen Magen-Darm-Grippe und Toilette runtergespült wurden. Das Thema Kita verdient eine Fortsetzung, denn dazu gibt es noch viel zu sagen. Viel Positives.

Liebe Erzieher, ich danke euch für euren unermüdlichen Einsatz, den ihr tagtäglich leistet, damit unsere Kinder zu tollen kleinen Menschen heranwachsen. Ich danke euch für die vielen fröhlichen Momente, die ihr meiner Tochter beschert. Und vor allem danke ich euch, dass ihr es ermöglicht, dass wir Mamis unseren Berufen nachgehen und Geld verdienen können. Ich danke euch, dass ihr den ultimativen Ersatz leistet für die fehlende Großfamilie, die es in unserer modernen, westlichen Gesellschaft oftmals nicht mehr gibt.

 

Ich verstehe Krippengegner nicht

Was würde ich machen ohne euch? Ich verstehe Mütter nicht die Krippengegner sind. Natürlich ist es wundervoll, wenn eine Frau die Möglichkeit hat drei Jahre lang zuhause zu bleiben und sich komplett alleine um ihr Kind kümmern kann. Alle anderen sind aber auch keine schlechten Mütter. Ganz im Gegenteil. Wir, berufstätige Mamis, gehen arbeiten, um die Familie mitversorgen zu können. Die Steinzeit mit der Höhle, dem Feuer und den getrennten Männer- und Frauenaufgaben ist lange her. Gott sei Dank. Wir Frauen dürfen und möchten auch jagen gehen. Die Jagd auf Karriere oder berufliche Erfüllung geht auch mit Kind.

Abgesehen von der Notwendigkeit einer Betreuung, wenn beide Eltern arbeiten gehen, erfüllen Kitas noch einen anderen wichtigen Punkt. Kinderkrippen lehren unseren Kindern soziales Verhalten und fördern ihre Selbstständigkeit. Auf eine Art und Weise, wie wir es alleine zuhause abgeschottet niemals könnten. Léla lernt, wie man in einer Gemeinschaft friedlich und fröhlich zusammenleben kann. Sie lernt von älteren Kindern, wie man bestimmte Dinge selber machen kann. Sie lernt, dass es viele unterschiedliche Menschen gibt. Sie lernt, dass nicht alles ihr gehört.

Sie lernt singen, tanzen, malen, kneten, sprechen. Das würde sie natürlich auch zuhause. Aber wie schön ist es doch, dass sie das alles in einer Gemeinschaft lernen kann. Ich habe nicht vor ihr fünf Geschwisterchen zu schenken, somit bin ich froh, dass sie ihre kleinen Kumpels zum spielen hat. Soviel Action und Abenteuer kann ich ihr zuhause nicht bieten. Sie freut sich jeden Tag aufs Neue in die Kita zu gehen. Und ich freue mich jeden Tag aufs Neue, dass es solche Einrichtungen gibt.

Eure Timea

 

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