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Was auf der Corona-Intensivstation wirklich passiert!

Die Corona-Pandemie hat Deutschland fest im Griff. Besonders auf den Intensivstationen spitzt sich die Lage dramatisch zu.

Was auf der Corona-Intensivstation wirklich passiert!
Foto: iStock by Getty Images/Morsa Images

Die Corona-Pandemie stellt vor allem das Gesundheitssystem vor eine immens große Herausforderung. Vielerorts sind alle Intensivbetten voll und die Pflegekräfte schon lange an ihrem Limit angekommen. Jens Spahn (41) befürchtet, dass die Lage vor allem auf den Intensivstationen rund um Weihnachten ihren traurigen Höhepunkt erreicht, wenn sich immer mehr Menschen treffen und mögliche Kontaktbeschränkungen außer Acht lassen.

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Nicht notwendige und planbare Operationen werden abgesagt, zahlreiche Corona-Patienten werden auf Grundlage des sogenannten Kleeblatt-Konzepts in andere Krankenhäuser verlegt, es mangelt an Personal und alle Mitarbeitende kommen an ihre Grenzen - die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich dramatisch zu. Hinzu kommen die immensen Kosten. So kosten schwere Intensivfälle, bei der eine invasive Beatmung notwendig ist, um die 77.000 Euro

Laut DIVI-Intensivregister (Stand: 6.12.2021, 12:30 Uhr) sind aktuell 4.905 Covid-19-Patienten in intensivmedzinischer Behandlung. Davon müssen 2.657 Patienten derzeit invasiv beatmet werden.

Wie es wirklich um die Intensivstationen steht, zeigt auch die Mittendrin-Reportage in der Uniklinik Freiburg der "Tagesschau" (Vorsicht, dieses Video enthält Szenen, die verstörend wirken können). Gezeigt wird das Schicksal einer jungen Frau, die ungeimpft ist. Aufgrund ihrer Covid-19-Infektion musste ihr Kind per Notkaiserschnitt entbunden werden. Sie selbst kämpft seit ihrer Einlieferung um ihr Leben und ist seit Tagen nicht richtig bei Bewusstsein. Ihrem Kind geht es glücklicherweise gut, es liegt auf der Frühchenstation, vielen andere ungeimpfte Schwangere verloren jedoch ihr Ungeborenes.

Auch andere junge, ungeimpfte Patienten kämpfen dort in der Uniklinik Freiburg um ihr Leben und hängen an der künstlichen Lunge, an der ECMO. Tag ein Tag aus müssen Pfleger*innen die Intensivpatienten auf den Bauch drehen, damit die Lunge besser heilt - das kostet Kraft und vor allem Zeit. Wie lange sie das noch leisten können, weiß niemand. Auch nicht, wie viele Menschen noch sterben müssen, bis die Pandemie ein Ende findet. Denn Tag ein Tag aus sterben dort und in vielen anderen Krankenhäusern dieser Welt Familienväter, Familienmütter und Großeltern und hinterlassen eine Lücke im Leben der Hinterbliebenen, die niemals zu schließen ist.

Zahlen zeigen: Es gibt deutlich mehr ungeimpfte Intensivpatienten

Gewiss ist: Das Leid einer schweren Covid-19-Infektion hätte in den meisten Fällen verhindert werden können - mit einer Impfung! "Jeder hat die Chance gehabt, sich zu impfen. Und man fragt sich: 'Wieso nicht?'. Wer möchte dieses Leid erleben? Wer möchte da so liegen? Wer möchte jemanden begleiten, der da so liegt?", bringt Lyn Anne Zeppelin, Intensivpflegerin in der Uniklinik Freiburg, ihre Wut, ihre Fassungslosigkeit und ihre Trauer zum Ausdruck.

Auch die Zahlen verdeutlichen: Es gibt deutlich mehr ungeimpfte Intensivpatienten. Laut Angaben des Klinikunternehmen Helios auf ihrer Homepage lagen in Kalenderwoche 47 (22.-28. November) in ihren 89 Krankenhäusern in Deutschland 563 ungeimpfte oder nicht vollständig geimpfte Corona-Patienten. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum lagen 353 vollständig Geimpfte in deutschen Helios-Krankenhäusern.

Darf man nach der Corona-Impfung Sport machen oder Alkohol trinken? Mehr dazu erfahrt ihr im Video:

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