Mama-BlogWas mir hilft, wenn ich als Mama mal wieder völlig am Ende bin

Viele Mütter leiden unter Dauer-Stress. Wie kleine Ruhe-Inseln helfen können.
Viele Mütter leiden unter Dauer-Stress. Wie kleine Ruhe-Inseln helfen können.
Foto: iStock

Viele Mütter leiden unter Dauer-Stress. Mama-Bloggerin Anja verrät, wie sie es mit kleinen Ruhe-Inseln schafft, ihren Stress-Pegel zu reduzieren.

 

3 Anti-Stress-Mittel für gestresste Mütter

Kennst Du das Gefühl, wenn Du am liebsten weit weg auf eine einsame Insel flüchten willst? Ohne Haushalt, ohne Familie und am allerliebsten auch ohne Telefon?

Das geht wohl jeder Mutter immer wieder mal so. Und ein Stück weit ist das ja auch normal. Nur können eben die wenigsten von uns einfach ihre Koffer packen und wirklich wegfahren, wenn ihnen danach ist. Und dann tut es sehr gut, wenn man ein paar Dinge kennt, die einen wieder entspannen.

Die hast Du nicht? Dann verrate ich Dir gern ein paar von meinen Ideen, die ich für solche Fälle gesammelt habe. Einige davon sind ganz praktisches Tun, andere brauchen eher deine gesammelte Aufmerksamkeit. Aber alle sind schnell und einfach umzusetzen. Bist Du bereit? Dann geht es sofort los:

1 Ich begebe mich gedanklich auf eine einsame Insel

Ich habe mir für diesen Fall eine schöne entspannende Musik zurechtgelegt, durch die ich schnell ein Urlaubsgefühl bekomme. Mit der ziehe ich mich für ein paar Minuten zurück und träume mich auf meine persönliche einsame Insel. Und dabei genieße ich das Erlebnis mit allen Sinnen. Ich stelle mir vor, wie es dort riecht, wie das Essen schmeckt, wie mir die Sonne auf die Haut scheint. Eben alles, was zu einem tollen Urlaub dazugehört. Danach bin ich fast immer entspannter als vorher und sehe dem Alltag wieder gelassener entgegen.

2 Ich forsche nach der Ursache

Gerade wenn ich kurz vorm Platzen bin, weil schon wieder eines meiner Kinder "Mama" schreit oder Irgendjemand etwas von mir will, hilft es mir alles aufzuschreiben. Ich mache mir eine Liste, auf der ich notiere wer jetzt gerade was warum von mir will. Und auch warum mich das so nervt. Dann wird mir meist ziemlich schnell klar, was hinter dem Genervtsein steckt und wie ich da am schnellsten rauskomme. Manchmal eher radikal, indem ich zu allen Anliegen "Nein" sage und manchmal auch ganz sanft, indem ich meiner Familie erkläre, warum ich so überfordert bin. Dann finden meine Lieben oft erstaunlich schnell auch andere Lösungen für ihre Bitten.

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3 Ich kümmere mich um mich selbst

Das klingt zwar im ersten Moment komisch, aber ich habe festgestellt, dass ganz oft ich selbst es bin, die diese äußeren Erwartungen herbeiführt. Und zwar, indem ich meiner Familie vermittele, dass ich jederzeit für Jeden verfügbar bin. Da ist es auch kein Wunder, wenn sie dieses Angebot sofort annehmen. Also überlege ich mir in Momenten wie diesen, was mir jetzt gerade gut tun würde. Und dann kümmere ich mich auch darum. Spannenderweise hat meine Familie damit überhaupt kein Problem. Eher im Gegenteil: Sie unterstützen mich sogar so gut sie können. Weil sie merken, dass es der Mama besser geht, wenn sie sich auch mal Zeit für sich selbst nimmt.

Wie Du siehst, ist es gar nicht so schwer aus der "Ich will hier raus"-Stimmung wieder in eine etwas gelassenere Haltung zu kommen.

Und ganz ehrlich:

Ich finde diese "Miniurlaube" so schön, dass ich sie inzwischen sogar bewusst einplane. Damit es gar nicht erst wieder zu diesem Gestresst- und Genervtsein kommt. So können wir alle viel friedlicher miteinander leben.

Denn gelassen ist besser als perfekt.

Deine Anja

Anja Riemer-Grobe bloggt für Wunderweib.de über Familie und Mutter sein.
Anja Riemer-Grobe bloggt für Wunderweib.de über Familie und Mutter sein.
 

PS: Hast Du auch solche "Miniurlaube" in deiner Mamatrickkiste? Oder möchtest Du gerne mal eine der 3 Varianten ausprobieren? Wenn Du willst, dann erzähle es mir doch in meiner Mamafreude-Facebookgruppe. Dort sind wir schon eine tolle Gemeinschaft von Müttern, die sich einfach mal offen und ehrlich zu ihrem Familienleben austauschen wollen. Komm doch gern dazu! Ich würde mich freuen!

Über Anja:

Anja Riemer-Grobe ist konsequent-liebevolle Mädchenmama, Elternbegleiterin und Befürworterin eines wertschätzenden Miteinanders. Sie schreibt auf ihrem Blog unter www.anja-riemer.de über die Themen Familie, Beziehung und Bindung und hilft anderen Eltern dabei sich selbst zu helfen, indem sie ihren ganz eigenen Familienlebensraum entwickeln. Ohne Druck und Stress von außen, dafür mit viel Liebe und Wertschätzung auf Basis von echten Beziehungen.

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