Neue Regelungen Was sich 2018 für Autofahrer ändert!

Für das Jahr 2018 stehen allen Autofahrern neue Regelungen bevor. Wir haben die wichtigsten Änderungen, die auch dich betreffen, zusammengefasst. 

Inhalt
  1. Neue Winterreifenverordnung – Schneeflocke wird Pflicht
  2. Führerschein läuft ab
  3. Notrufsystem für neue Autos 
  4. Höhere KFZ-Steuern für Neuwagen
  5. Höhere Kosten für Hauptuntersuchung
  6. Diesel-Fahrverbot in Großstädten?
  7. Höhere Kosten für Kfz-Versicherung
  8. LKW-Maut weitet sich auf Landstraßen aus

 

Neue Winterreifenverordnung – Schneeflocke wird Pflicht

Die Redewendung von O bis O, also von Oktober bis Ostern ist vielen Autofahrern bekannt und legt einen groben Zeitraum für das Fahren mit Winterreifen fest. 
Ab dem 01. Januar 2018 genügt das M + S-Symbol (Matsch und Schnee-Symbol) auf den Reifen allerdings nicht mehr! Künftig müssen die Reifen auch noch das Alpine-Symbol, den Berg mit Schneeflocke, aufweisen. Alte Reifen dürfen noch bis zum 30. September 2024 gefahren werden.
Wer gegen die neue Winterreifenverordnung verstößt muss dann ab 2018 noch ein bisschen tiefer in die Tasche greifen. Die Polizei kann neben dem Fahrer auch den Halter belangen. Für den Verstoß gibt es ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro und einen Punkt in Flensburg. 

ADAC Schneeflocke
Ab Januar 2018 müssen neue Winterreifen das Alpine-Symbol tragen.  Foto: ADAC e.V./Wolfgang Grube
 

Führerschein läuft ab

Fahrzeugführer mit den Führerscheinklassen C1/C1E, die ihren Führerschein ab dem 19. Januar 2013 ausgestellt bekommen haben müssen 2018 das erste Mal eine Gesundheitsprüfung ablegen. Diese Neuregelung trat 2016 in Kraft und gilt rückwirkend. Fahrer von Klein-Lkw, Kleintransportern und Kleinbussen die ihren Führerschein zwischen dem 1. Januar 1999 und dem 18. Januar 2013 gemacht haben, können dagegen bis zum 50. Geburtstag fahren. Alte Fahrerlaubnisse aus der Zeit vor 1999 gelten unbegrenzt.

 

Notrufsystem für neue Autos 

Das neuentwickelte Notrufsystem „eCall“ soll ab dem 31. März 2018 europaweit in allen Neufahrzeugen Pflicht sein. Crash-Sensoren können schwere Autounfälle dann direkt an die Rettungsleitstelle übermitteln, wenn die Insassen zu schwer verletzt sind, um selbst den Notruf abzusetzen. Per GPS können die Position des Unfallfahrzeugs, sowie die Fahrtrichtung weitergeleitet werden. Außerdem erhalten die Rettungskräfte Informationen über die Insassenanzahl und die Treibstoffart des PKWs. 

 

Höhere KFZ-Steuern für Neuwagen

Wer sich in 2018 ein Neufahrzeug zulegen will, sollte dies besser noch vor dem 01. September 2018 machen, denn ab dann steigt die Kfz-Steuer für Neuwagen an. Grund dafür ist ein neues Messverfahren bei der Bestimmung der Abgaswerte. Künftig werden diese nämlich nicht mehr nach dem NEFZ-, sondern nach dem WLTP-Zyklus gemessen. Das Verfahren ermöglicht praxisnähere und damit höhere Verbrauchswerte, die dafür sorgen, dass die Kfz-Steuer ansteigt, weil sie sich auf die neue Bemessungsgrundlage stützt. 

 

Höhere Kosten für Hauptuntersuchung

Ab dem 01. Januar 2018 bekommen alle Fahrzeugbesitzer die Konsequenzen des Abgasskandals zu spüren. Die Abgasuntersuchung (AU) wird künftig nämlich bei allen Autos wieder am Auspuff gemessen, was die Kosten für die Hauptuntersuchung in die Höhe treibt. Manipulationen werden dadurch nahezu unmöglich. 

 

Diesel-Fahrverbot in Großstädten?

Ob es 2018 Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge in Großstädten geben wird ist bisher noch unklar. Am 22. Februar 2018 verhandelt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig darüber. Die Abgasgrenzwerte werden insbesondere in einigen Großstädten bereits seit Jahren überschritten und das ist ein Verstoß gegen geltendes EU-Recht. Als Konsequenz daraus könnte für einige Dieselmodelle ein Fahrverbot verhängt werden.  

Abgase
Über ein mögliches Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge in Großstädten wird am 22. Februar in Leipzig entschieden. Foto: iStock
 

Höhere Kosten für Kfz-Versicherung

Auch die Kfz-Versicherungen können sich ab dem 01. Januar 2018 für etwa jeden siebten Autofahrer erhöhen. Grund dafür sind neu geltende Typ- und Regionalklassen. Über eine mögliche Erhöhung wurden die Versicherungsnehmer aber bereits informiert, sodass ein Tarifwechsel möglich ist. 

 

LKW-Maut weitet sich auf Landstraßen aus

Für alle LKW-Fahrer lohnt es sich nur noch bis zum 01. Juli 2018  eine Alternativroute über Bundesstraßen zu wählen. Danach wird die LKW-Maut auf ein knapp 40.000 Kilometer langes Streckennetz ausgeweitet. Mehrere Milliarden Euro sollen dadurch eingenommen werden. 

Mehr zu diesem Thema:

 

 

Kategorien: