Bericht der EEAWasserqualität von Badeseen: Hier solltest du NICHT schwimmen gehen

Die Europäische Umweltagentur EEA prüfte die Wasserqualität von deutschen Badestellen. 98 Prozent erfüllten die Mindeststandards - doch vier Gewässer fielen beim Test durch.

Sommerzeit ist Badezeit: In den heißen Monate zieht es wieder hunderte Deutsche an die Seen, Meere und Flüsse um sich eine Abkühlung zu holen. Die Europäische Umweltagentur EEA überprüfte die Wasserqualität der Gewässer in Europa. Laut des Berichts, der letzte Woche in Kopenhagen vorgestellt wurde, schnitten unsere Badestellen sehr gut ab: Von den 2287 untersuchten entsprachen 98 Prozent den Mindeststandards. Viele wurden sogar als "ausgezeichnet" eingestuft. 

Aber es gab auch ein paar Ausreißer: Acht Badestellen bekamen die Bewertung "mangelhaft".

Wasserqualität von Badeseen: Hier solltest du NICHT schwimmen geheniStock

 

In diesen acht Gewässern solltest du nicht baden gehen

  • Satzdorfer See in Runding (Bayern)
  • See Freigericht-Ost bei Kahl am Main (Bayern)
  • Spreelagune in Lübben (Brandenburg)
  • Südufer des Werratalsees (Hessen)
  • Goldscheuer-Badesee in Kehl (Baden-Württemberg)
  • Blaue Adria in Bautzen (Sachsen)
  • Strandbad in Reinsdorf (Sachsen-Anhalt)
  • Ostsee-Badestelle in Tremt (Mecklenburg-Vorpommern)

Der häufigste Grund sind schwere Regenfälle und Gewitter, die die Kanalisation überfließen lassen“, erklärte EEA-Experte Peter Kristensen den Grund für die schlechte Bewertung einiger Seen. „An kleinen Seen können auch viele Vögel der Grund sein." Das Wasser wurde vor allem auf zwei Darmbakterien geprüft: E-coli und Darm-Enterokokken. Laut Kristensen liegt die Wahrscheinlich bei etwa eins zu zehn, dass man sich beim Baden eine Infektion einfängt, wenn man in einem mit "mangelhaft" bewerteten Gewässer badet. 

 

Deutschland  im Vergleich mit anderen europäischen Ländern

Da es bei uns sehr viel regnet, schnitten unsere Bade-Gewässer im Vergleich zu denen in Mitteleuropa schlechter ab. "Im Mittelmeer-Raum ist die Wasserqualität besser als in Nordeuropa“, sagt Kristensen. Bestnoten gab es für alle zwölf untersuchten Badeseen in Luxemburg. Von den knapp 22.000 untersuchten Badestellen in den EU-Ländern sowie Albanien und der Schweiz schnitten nur 306 schlecht ab.

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