AusgangssperreWegen Corona: Sperrstunde auf 18 Uhr vorgezogen bei unseren Nachbarn!

Frankreich verschärft die Ausgangssperre: Die Menschen dürfen landesweit ihre Wohnung ab 18 Uhr nicht mehr verlassen.

Frankreichs Regierung hat die abendliche Ausgangssperre von 20 Uhr auf 18 Uhr vorgezogen. "Es ist nicht möglich, das Haus aus persönlichen Gründen zu verlassen", erklärte Ministerpräsident Jean Castex laut mehrerer Medienberichte. Die Regel gilt seit Samstag (16.1.) für zunächst zwei Wochen

 

Kein Ausgang ab 18 Uhr in Frankreich

Die Ausgangssperre galt zuvor von 20 Uhr bis 6 Uhr in einigen Départements des Landes. Spaziergänge, Einkäufe oder Sport ist den Franzosen nun bereits ab 18 Uhr nicht mehr gestattet, zudem müssen die Geschäfte um diese Zeit schließen. Das Haus verlassen darf nur, wer einen triftigen Grund und eine entsprechende Bescheinigung vorweisen kann. Castex bezeichnete die Maßnahme als präventiv, da die Situation zwar unter Kontrolle, aber "fragil" sei. Pro Tag meldet Frankreich durchschnittlich etwa 16.000 Corona-Neuinfektionen.

Zudem kündigte Castex an, dass Besuchern die Einreise nach Frankreich nur nach Vorlage eines negativen Covid-19-Testergebnisses gestattet werden kann.

Wegen Corona: Sperrstunde auf 18 Uhr vorgezogen bei unseren Nachbarn!
Neue Ausgangssperre-Regel: Die Franzosen dürfen ihr Haus ab 18 Uhr nicht mehr verlassen. 
Foto: imago images / Westend61
 

"Apéritif-Effekt" soll vermieden werden

Die Regierung zog die Sperrstunde aus Sorge vor einer Ausbreitung der britischen Virus-Mutation B.1.1.7 vor und weil der "Apéritif-Effekt“ verhindert werden soll. Mit dem "Apéritif-Effekt" ist gemeint, dass sich die Franzosen laut Stanislas Guérini, Vorsitzender der Regierungspartei La République en marche, gerne ab 20 Uhr zu einem Umtrunk zu treffen. Mit der Ausgangssperre ab 18 Uhr ist dies nun nicht mehr möglich. 

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