Insolvenzantrag gestellt

Wegen Lockdown: Beliebte deutsche Modekette ist pleite!

Aufgrund der Schließungen im Corona-Lockdown muss eine deutsche Modekette Insolvenz anmelden.

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Die Corona-Pandemie und der damit verbundene Lockdown macht sich mittlerweile auch im Einzelhandel bemerkbar - mit extremen Folgen: Die beliebte deutsche Modekette Adler muss Insolvenz anmelden. Wie das Unternehmen mitteilte, hat die Adler Modemärkte AG einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt.

Wegen Lockdown-Schließungen: Adler meldet Insolvenz an

Die Kette solle auf diese Art und Weise saniert werden, heißt es weiter. Dabei solle der Geschäftsbetrieb unter Aufsicht eines Sachwalters in vollem Umfang fortgeführt werden. Als Grund für die Insolvenz nannte Adler die Umsatzeinbußen durch die Schließung aller Geschäfte im Lockdown seit Mitte Dezember 2020.

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Es sei nicht gelungen, die entstandene Liquiditätslücke über eine Kapitalzufuhr durch staatliche Unterstützungsfonds oder durch Investoren zu schließen. Neben der Adler Modemärkte AG haben auch die Adler Mode GmbH, die Adler Orange GmbH & Co. KG und die Adler Orange Verwaltung GmbH, Tochtergesellschaften des Unternehmens, beim Amtsgericht Aschaffenburg einen Insolvenzantrag gestellt.

Modekette Adler hatte zuletzt 3350 Beschäftigte

Die Adler Modemärkte AG haben nach Firmenangaben 171 Filialen, davon 142 in Deutschland. Im Jahr 2019 wurde ein Umsatz von 495,4 Millionen Euro gemacht. Zum 30. September 2020 wurden 3350 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Erst im September wurde eine neue Kollektion präsentiert.

Die Modekette richtet sich an Frauen ab 55 Jahren. Seit 2010 ist Birgit Schrowange als Markenbotschafterin für Adler aktiv und hat bereits mehrere Kollektionen für das Unternehmen entworfen. Noch am Sonntag postete die 62-Jährige ein Foto in der Kleidung der Modemarke in ihrer Instagram-Story.

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