1.500 Neuinfektionen

Wegen Rekord-Inzidenz: Bundesland streicht Freedom Day

Verschärfungen statt Lockerungen: Das erste Bundesland macht ernst und streicht den "Freedom Day".

Bundesland streicht Freedom Day
Strenge Corona-Regeln bleiben bestehen Foto: Heiko119/iStock
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Eigentlich sollen ab dem 20. März alle "tiefergreiferenden Schutzmaßnahmen" fallen. Das zumindest sieht der Drei-Stufen-Plan von Bund und Ländern vor, den die Politik im Februar aufgesetzt hatte. Da deutschlandweit die Infektionszahlen aber steigen, zieht ein Bundesland nun die Notbremse: Kein Freedom Day in Brandenburg.

Auf der Homepage der Bundesregierung kannst du alle Informationen zum Dreischritt der Öffnungen nachlesen.

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Wegen Rekord-Inzidenz: Brandenburg streicht Freedom Day

Am 14. März meldet das RKI für Brandenburg eine Inzidenz von 1493,3. Vergangenen Montag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner*innen und Woche noch bei 1396,5 gelegen.

Mit einer Inzidenz von rund 1.500 liegt Brandenburg längst nicht an der Spitze Deutschlands – Mecklenburg-Vorpommern mit 2180,7, Bayern mit 1990,7 und Thüringen mit 1953 Neuinfektionen sind wesentlich schlimmer betroffen –, dennoch zieht die Politik die Notbremse.

Brandenburg: Corona-Einschränkungen bleiben bestehen

Wie unter anderem die "Bild"-Zeitung meldet, wird es in Brandenburg keinen Freedom Day geben.

Im Entwurf der neuen Infektionsschutz-Verordnung von Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (64, Grüne) ist festgehalten, dass die meisten Corona-Einschränkungen unabhängig des Drei-Stufen-Plans der Bundesregierung bestehen bleiben. Dazu gehören:

  • In Geschäften, dem öffentlichen Nahverkehr, Taxen, Museen, Kinos, Zoos, Freizeitparks, Kliniken, Pflegeheimen und bei Unterhaltungsveranstaltungen in Sälen gilt weiterhin die Maskenpflicht (mit FFP2), die Abstandsregelung (1,5 Meter) und Zutrittsbeschränkungen

  • In Schulen und Horten dürfen medizinische Masken getragen werden

  • Ungeimpfte und nicht genesene Schüler*innen müssen sich dreimal pro Woche testen lassen; Gleiches gilt für Lehrer*innen

  • Kita-Kinder müssen sich zweimal pro Woche testen lassen

  • In Kirchen, Synagogen und Moscheen gilt die Maskenpflicht mit medizinischen Masken

  • 3G in Gaststätten, Hotels, Kultur- und Sporteinrichtungen, bei Veranstaltungen und körpernahen Dienstleistungen wie Friseuren; zusätzlich gilt die Maskenpflicht mit medizinischen Masken

  • 2G-Plus bei Tanzveranstaltungen, in Clubs und Discos

  • In Kliniken und Pflegeheimen muss jede*r Besucher*in weiterhin einen aktuellen, negativen Corona-Test vorweisen

Verschärfungen in Hotspots erlaubt

Spitzt sich die Lage weiter zu – was zu erwarten ist –, dürfen regional noch strengere Maßnahmen getroffen werden. Betroffene Landkreise und kreisfreie Städte haben laut dem Entwurf die Möglichkeit, "über die Vorgaben dieser Verordnung hinausgehende Schutzmaßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz" zu treffen, wenn dies als nötig erachtet wird.

Die neue Verordnung in Brandenburg soll nach der Ministerpräsidenten-Konferenz am Donnerstag verkündet werden. Sie gilt dann voraussichtlich ab dem 18. März.

Nicht nur in Brandenburg gelten neue Regelungen. Alles zu neuen Gesetzen und Änderungen erfährst du im Video!

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Video: Glutamat

Artikelbild & Social Media: Heiko119/iStock

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