PreissteigerungWegen schlechter Ernte: Kartoffeln werden um mehr als 50 % teurer

Die Dürre in Deutschland sorgte für schwache Kartoffelernten. Die Preise für die Knollen steigen daher derzeit an.

Der Sommer 2018 war zu trocken und zu heiß. Flüsse und Seen erreichten einen niedrigen Rekordpegel, Unwetter sorgten für Chaos. Und die Landwirte hatten Ernteeinbußen zu beklagen. Auch an den Kartoffelernten ging die Dürre dieses Jahr nicht spurlos vorbei: Laut Schätzungen des Sachverständigenausschusses von Bund und Ländern zur "Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung" sei die Ernte um 25 Prozent weniger ausgefallen als im Vorjahr. Die Folge: Die Preise steigen jetzt und auch noch im Frühjahr an. 

So kostet laut Agrarmarkt-Informationsdienst (AMI) eine Kleinverpackung im Supermarkt zurzeit 84 Cent pro Kilogramm - 2017 lag der Kilopreis noch bei 55 Cent. Die Erzeugerpreise verdoppeln sich von 10 Euro auf 25 bis 26 Euro je Doppelzentner - also um mehr als die Hälfte.

Wegen schlechter Ernte: Kartoffeln werden um mehr als 50 % teureriStock

 

Kartoffeln haben optische Mängel

Neben den steigenden Preisen wird es vermehrt Knollen mit dunklen Flecken oder Schorfpusteln in den Regalen geben. Dabei handelt es sich aber um einen rein optischen Mangel, gesundheitsgefährdend sind die Makel nicht. Zwar ist die Kartoffelernte rückläufig um bis zu drei Millionen Tonnen, ein Lieferungsengpass sei aber laut AMI nicht zu befürchten. Im letzten Jahr sei die Ernte positiv ausgefallen, sodass es noch einen Überschuss gebe. 

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