O Tannenbaum, o Tannenbaum...Weihnachtsbaum: Tipps für Kauf, Transport, Pflege und bei Brandgefahr

Millionen Weihnachtsbäume finden jetzt wieder ihren Weg in warme Wohnzimmer. Alle wissenswerten Infos rund um den Baum, haben wir für Euch recherchiert. 

Inhalt
  1. Der Weihnachtsbaum als Symbol des Festes: Woher kommt der Brauch?
  2. Weihnachtsbaum aussuchen: Welche Tanne soll es werden?
  3. Weihnachtsbaum kaufen: Worauf muss man achten?
  4. Weihnachtsbaum transportieren: Gibt es Vorschriften?
  5. Weihnachtsbaum aufstellen: So geht's
  6. Weihnachtsbaum brennt: Was ist zu tun?
  7. Zecken im Weihnachtsbaum

Eine Panne mit der Tanne ist wohl das Letzte, was es zum Fest braucht. Bei knapp 30 Millionen verkauften Weihnachtsbäumen - alleine in Deutschland im Jahr 2016 - lohnt es sich deshalb einmal mehr einen Blick darauf zu richten, was es in Sachen Baumkauf und Pflege zu beachten gibt.

 

Der Weihnachtsbaum als Symbol des Festes: Woher kommt der Brauch?

Es gibt Überlieferungen die besagen, dass der erste Weihnachtsbaum 1510 in Riga auf einem öffentlichen Platz aufgestellt wurde. Am Ort des Geschehens gibt es heute sogar noch eine Gedenktafel in der Altstadt, die an das damalige Ereignis erinnert. Aber auch aus Straßburg sind Meldungen bekannt, nach denen Weihnachtsbäume im selben Jahr erstmals die dortigen Zunfthäuser schmückten. Da ein Weihnachtsbaum damals noch eine relativ kostspielige Angelegenheit war, konnten ihn sich eine lange Zeit nur wohlhabende Menschen leisten.

Das änderte sich erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Von da an konnten sich Menschen aus allen Gesellschaftsschichten einen Baum zum Fest leisten. Bis heute ist der Brauch geblieben und Menschen jeden Alters erfreuen sich jedes Jahr auf ein Neues an dem frischen Grün und verstehen den Baum als elementaren Bestandteil von Weihnachten.

 

Weihnachtsbaum aussuchen: Welche Tanne soll es werden?

Der Kauf eines Weihnachtsbaums ist eine reine Geschmackssache. Richtige und falsche Entscheidungen gibt es nicht.

Die Nordmanntanne ist der beliebteste Weihnachtsbaum der Deutschen, was wahrscheinlich daran liegt, dass sie wenig nadelt, kaum pikst - praktisch bei Kleinkindern -, gleichmäßig wächst und bis zu sechs Wochen hält. Ein Meter kostet zwischen 16 und 22 Euro.

Blaufichten haben blaugrüne Nadeln und einen angenehmen, aber kräftigen Geruch. Sie sind besonders gut für schweren Baumschmuck geeignet - aber vorsichtig, denn die Nadeln stechen ziemlich doll. Bei einer mittleren Haltbarkeit kostet der Meter zwischen 10 und 14 Euro. 

Auch die Nobilistanne - oder auch bekannt als Edeltanne - erfreut sich großer Beliebtheit. Ihre Nadeln sind blaugrün und sie wächst sehr dicht. Ähnlich wie die Nordmanntanne nadelt sie nur sehr wenig und ihre Pracht bleibt lange erhalten. Auch hier kostet der Meter zwischen 16 und 22 Euro.

Rotfichten sind eine kurzweilige Angelegenheit von ca. einer Woche und somit nur etwas für Menschen, die dem Baumzauber schnell überdrüssig werden. Bei ihren sattgrünen Nadeln ist Vorsicht geboten, weil sie leider ordentlich stechen. Preislich liegt der Meter bei 7 bis 9 Euro.

Der Duft der Kiefer ist großartig und ihr Wuchs definitiv etwas Besonderes. Ebenfalls toll: Sie ist lange haltbar. Zwei Nachteile hat sie allerdings: Sie nadelt und harzt leider häufig.

Die Douglasie ist wahrscheinlich eher wenig bekannt, wobei sie durchaus das Potenzial für einen tollen Weihnachtsbaum hat. Da sie allerdings weiche, dünne Nadeln hat, sollte der Baumschmuck nich allzu schwer sein. Besonders toll ist ihr angenehm zitroniger Duft.

 

Weihnachtsbaum kaufen: Worauf muss man achten?

Als Gütekriterium beim Kauf des Weihnachtsbaum gelten die Nadeln. Sind sie schön grün, spricht das für den Baum. Die Wachsschicht ist dann noch gut intakt und der Baum ist mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt. Für den Frischetest einfach die Nadeln mit der Hand zum Stamm nach unten streifen. Falls jetzt schon erste Nadeln abfallen, ist das ein Zeichen dafür, dass der Baum nich mehr ganz frisch ist.

Wer den Weihnachtsbaum nach den Festtagen im eigenen Garten einpflanzen möchte, sollte einen mit Ballen kaufen. So gibt es keine Schwierigkeiten beim Gärtnern. 

 

Weihnachtsbaum transportieren: Gibt es Vorschriften?

Ganz wichtig: Der Baum muss zum Auto passen. Das heißt im Klartext, dass der Weihnachtsbaum maximal einen Meter über die Rückleuchten ragen darf. Alles, was darüber liegt, muss mit einem roten Tuch (30x30 cm) und in der Dunkelheit natürlich mit einer Leuchte gekennzeichnet werden. Wer die Sicherung des Baumes auf die leichte Schulter nimmt, riskiert rund 50 Euro Strafe und bis zu 3 Punkte in Flensburg. Am besten eignen sich für die Sicherung Spanngurte.

 

Weihnachtsbaum aufstellen: So geht's

Bis zu dem Tag an dem der Weihnachtsbaum aufgestellt wird, sollte er im Netzt an einem sonnen- und windgeschützten Ort aufbewahrt werden. Um ihn möglichst lange frisch zu halten, kann er in einem Eimer mit Wasser gelagert werden. Idealerweise sollte der Baum einen Tag vor dem Schmücken aufgestellt werden. So haben die Zweige wieder genügend Zeit in ihre ursprüngliche Position zurückzukehren nachdem sie vom Netz hochgedrückt wurden.

Wer den Baum im Netz in den Ständer stellt, macht es sich wesentlich leichter. Anschließend einfach das Netz von unten nach oben mit einer Schere durchschneiden. Baumständer mit integrierten Wasserbehälter sind super, weil der Baum so die ganze Zeit mit Feuchtigkeit versorgt wird. Regelmäßiges Gießen nicht vergessen! Wer möglichst lange etwas von seinem Baum haben möchte, sollte ihn nicht in der Nähe von einer Heizung aufstellen.

 

Weihnachtsbaum brennt: Was ist zu tun?

Steht der Baum in Flammen sollte auf jeden Fall die Feuerwehr gerufen werden. Von Selbstlöschversuchen wird abgeraten, da die Gefahr besteht an einer schweren Rauchvergiftung zu erkranken - ein paar wenige Atemzüge genügen bereits. Rund 95% aller Brandopfer sterben an einer Rauchvergiftung. In einer Brandsituation zählt nur so schnell wie möglich aus der Wohnung ins Freie zu gelangen. Um den Schaden etwas einzudämmen, ist es sinnvoll, die Wohnungstür zu schließen.

Für den Schaden kommt in der Regel die Hausrats- oder Gebäudeversicherung auf - natürlich nur, wenn der Brand nicht grob fahrlässig zustandekommen konnte.

 

Zecken im Weihnachtsbaum

Zecken sind unliebsame Krankheitsüberträger, die leider nicht nur durch Haustiere, sondern auch mit dem Weihnachtsbaum in das Haus oder die Wohnung gelangen können. Bei einer Temperatur von minus sieben Grad erstarren die Tiere zwar, können aber im wohlig warmen Wohnzimmer wieder aktiv werden.

Besonders vorsichtig sollte man beim Aufstellen und Schmücken sein, denn dann können die Tierchen besonders leicht auf Kleidung und Haut gelangen. Ein Stich kann sehr unangenehme Folgen, wie z. B. Borreliose oder aber auch Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) haben. Im ersten Fall hilft ein Antibiotikum, während bei FSME nur eine Schutzimpfung wirksam ist. Wer einen Zecke an sich entdeckt, sollte diese umgehend entfernen. Wie Du die Gefahr von Zecken im Weihnachtsbaum schon im Vorwege bannen kannst, erfährst Du hier.  

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