Wie viel Zeit bleibt uns?Weltuntergang: Harvard-Physiker sagen zweiten Urknall voraus, der das Universum auslöscht

Physiker der Universität Harvard wollen herausgefunden haben, dass unser Universum durch einen zweiten Urknall ausgelöscht wird. Was hat das Gottesteilchen damit zu tun? 
 

Inhalt
  1. Droht ein zweiter Urknall?
  2. Ist das Gottesteilchen an allem Schuld? 
  3. Destabilisierung ist das Risiko

"Our whole universe was in a hot, dense state. Then nearly fourteen billion years ago expansion started, wait" Der Song der kanadischen Rockband Barenaked Ladies eröffnet die Kult-Serie 'The Big Bang Theory', in der sich die genialen und exzentrischen Physiker Dr. Leonard Hofstadter und Dr. Sheldon Cooper mehr als einmal mit der Entstehung der Welt beschäftigen. Könnten Physiker der realen Welt nun entschlüsselt haben, wie es mit unserem Universum zu Ende geht? 

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Droht ein zweiter Urknall?

Mit einem Urknall – also einem Big Bang – fing vor fast 14 Milliarden Jahren alles an. Hört es auch mit einem zweiten Urknall auf?
In einer Studie wollen Physiker der Universität Harvard herausgefunden haben, dass unser Universum mit einem großen Knall ausgelöscht werden wird: In 10 hoch 139 Jahren – in mehreren Milliarden Jahren – soll es zu einer gigantischen Explosion von Energie kommen, die alles zerstört, was bisher da gewesen ist. 

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Ist das Gottesteilchen an allem Schuld? 

Laut der amerikanischen Physiker, die ihre Studie im Fachmagazin 'Physical Review D' vorgestellt haben, kommt es nicht ohne Grund zu einem zweiten Urknall. Auslöser der Explosion soll das Higgs-Teilchen sein. Benannt nach dem britischen Physiker Peter Higgs (90) trägt es den Spitznamen "Gottesteilchen", weil es umgangssprachlich als das Elementarteilchen, das die Welt zusammenhält, gilt. Das Higgs-Teilchen, auch Higgs-Boson genannt, gibt anderen Teilchen Masse. 

In diesem Video wird es relativ einfach erklärt:

Kurz nach der Entdeckung des Higgs-Teilchens im Jahr 2012 sprach die 'Süddeutsche Zeitung' mit dem deutschen Physiker Harald Lesch (58), den viele von uns aus TV-Sendungen wie 'Terra X'  und 'Leschs Kosmos' kennen. Er wählte folgendes Bild, um Higgs-Boson zu erklären:
"Honig. Stellen Sie sich vor, eine Kugel, so groß wie ein Apfel, fliegt durch die Luft. Dabei ist sie ziemlich schnell. Taucht sie in den Honig ein, wird sie viel langsamer. Der Honig ist das Higgs-Feld, das manchen Partikeln ganz kurz – eine Milliardstelsekunde, wenn man großzügig sein will – nach dem Urknall ihre Masse gegeben hat. Die Masse, die diese im Ruhezustand auf die Waage bringen."

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Destabilisierung ist das Risiko

Ob man nun genau versteht, was das Higgs-Teilchen tut – was Physiker Lesch 2012 übrigens mit einem lässigen "Das versteht auch kein Mensch"" kommentierte – oder nicht: 
Das Risiko, das von den Gottesteilchen ausgeht, heißt Destabilisierung. 

Laut der Harvard-Physiker könnte die Destabilisierung auch nur eines einzigen Higgs-Teilchen zur gefürchteten Energie-Explosion führen – die Folge wäre ein zweiter Urknall. Als mögliches Szenario können sich die Wissenschaftler diesen Vorgang am Rande eines schwarzen Lochs vorstellen. Ihrer Ansicht nach aber bleibt dem Weltall – und damit der Menschheit – noch mehrere Milliarden Jahre Zeit, bevor es zu einem zweiten Urknall kommt.

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