Raucher-SchockWerbeverbot für Tabakprodukte: Das fordert die Drogenbeauftragte der Bundesregierung

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), möchte die Außenwerbung für Tabakprodukte in Zukunft verbieten.

Drogenbeautragte der Bundesregierung fordert Werbeverbot für Tabakprodukte
Aus und vorbei? Gibt es bald keine Werbung für Tabakprodukte mehr?
Foto: iStock

Hat es bald ein Ende mit der Werbung für Zigaretten, Tabak und Co.? Wenn es nach dem Willen von Marlene Mortler, der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, geht schon. Sie möchte ein Außenverbot in Kraft setzen, dass sich auch auf die Werbemöglichkeiten in Kiosken auswirken würde.

Mortler sagte dazu selbst: "Es kann doch nicht sein, dass wir mit einigen Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt Tabakprävention an Schulen machen, es aber gleichzeitig zulassen, dass die Unternehmen mit einem Vielfachen unseres Budgets auf dem Schulweg unserer Kinder Tabakwerbung aufstellen." Tatsächlich hätten Untersuchungen gezeigt, dass sich gerade Jugendliche durch die Plakatwerbung für Tabakprodukte beeinflussen lassen.

Während die Drogenbeauftragte Unterstützung durch den Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) erhält, stellen sich andere Politiker gegen den bereits seit Frühjahr 2016 vorliegenden Gesetzesentwurf.

 

Das sagen die Gegner des Werbeverbots

Die Gegner stammen nicht nur aus den Kreisen der Union, sondern auch aus der SPD. Diese argumentieren unter anderem damit, dass man mit dem von Mortler geforderten Verbot die Werbung für ein Produkt verbieten würde, dass man bisher immer noch ganz legal kaufen kann.  Auf Seiten der Wirtschaft und auch der einzelnen Kommunen hat man wiederum Angst vor finanziellen Verlusten.

Mortler lässt sich davon nicht beeirren und rechnet die finanzielle Belastung, die durch das Rauchen und seine Folgen entstehen, dagegen. Diese liegen immerhin bei 80 Milliarden Euro im Jahr.

Tatsächlich ist Deutschland aktuell eines der wenigen Länder, dass die Außenwerbung für Tabakprodukte überhaupt noch in uneingeschränktem Maß erlaubt. Würde der Gesetzesentwurf in Kraft treten, würde dies ein Außenverbot der Werbung ab dem 1. Juli 2020 bedeuten. Dann dürfte nur noch auf Flächen, die direkt zu einem Fachhandel gehören, für Zigaretten und Co. geworben werden. Kinowerbung soll ebenfalls beschränkt werden. So soll es nur noch möglich sein, vor Filmen, die erst ab 18 Jahren freigegeben sind, für Tabakprodukte zu werben.

 

 

ww8

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