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West-Nil-Virus: Experten warnen vor Ausbreitung in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut warnt vor der Ausbreitung des West-Nil-Virus durch Mücken. Eine Region in Deutschland könnte besonders betroffen sein.

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Die Corona-Pandemie ist noch nicht überstanden, da steht schon das nächste Virus vor der Tür: Das durch Mücken übertragene West-Nil-Virus, das Fieber auslösen kann, könnte sich im Falle weiterer heißer Sommer zunehmend bei uns ausbreiten. Vor allem eine Region in Deutschland gilt als Risikogebiet.

Robert-Koch-Institut warnt vor West-Nil-Virus

In einem aktuellen Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) heißt es: "Erfahrungen mit dem West-Nil-Virus in südeuropäischen Ländern lassen vermuten, dass es sich in Deutschland etablieren und wahrscheinlich weiter ausbreiten wird." Überträger ist die Mücke der Gattung Culex, die bei rund 20 Prozent der infizierten Menschen Symptome verursacht. Diese sind vor allem Fieber oder Hautausschlag. Bei einem von 100 Fällen kann auch das Nervensystem betroffen sein. 

In einemaktuellen Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI)heißt es: "Erfahrungen mit dem West-Nil-Virus in südeuropäischen Ländern lassen vermuten, dass es sich in Deutschland etablieren und wahrscheinlich weiter ausbreiten wird." Überträger ist dieMücke der Gattung Culex, die bei rund 20 Prozent der infizierten Menschen Symptome verursacht. Diese sind vor allem Fieber oder Hautausschlag. Bei einem von 100 Fällen kann auch dasNervensystembetroffen sein.

West-Nil-Virus: Oberrhein gilt als Risikogebiet

Experten rechnen mit einer weiten Ausbreitung und einer längeren Saison des Virus', sollten die Sommer länger und heißer werden. "Dabei muss insbesondere auch das wärmebegünstigte Gebiet des Oberrheins als Risikogebiet betrachtet werden", heißt es in dem Bericht. 

Ende letzten Jahres wurden die ersten fünf Fälle in Deutschland bekannt. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin hatten sich Menschen mit dem West-Nil-Virus infiziert. Experten rechnen aber mit einer hohen Dunkelziffer. 

West-Nil-Virus: Experten warnen vor Ausbreitung in Deutschland
Das West-Nil-Virus wird von Mücken der Gattung Culex übertragen. Foto: iStock/nechaev-kon

Virus kam aus Südeuropa zu uns

Laut RKI gab es aber auch schon in den Zeiträumen 2003 bis 2013 vereinzelt Fälle. "Alle diese Infektionen waren reiseassoziiert und ließen sich auf Aufenthalte in Südeuropa und Nordamerika zurückführen." Zuvor waren nur Ausbrüche in Nordamerika bekannt, wo es 1999 erstmals auftrat. 

Die Culex-Mücke kann das Virus auch auf Vögel und andere Säugetiere übertragen. Da ein Impfstoff noch nicht entwickelt wurde, kann man sich nur mit Mückenschutzspray vor einer Infektion schützen. 

Auch andere Mücken übertragen das West-Nil-Virus

Im Februar 2020 wurde bekannt, dass auch unsere heimische Stechmücke das West-Nil-Virus übertragen kann. Insgesamt wurde das Virus bei 43 verschiedenen Stechmückenarten nachgewiesen - vor allem bei der Culex-Gattung, von der 768 Arten bekannt sind; 16 davon leben in Europa.

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