Wetter-PrognoseWetter: Dieser Dezember ist so dunkel wie nie!

Das Wetter am Donnerstag ist das gleiche wie jedes Jahr: Pünktlich zum kalendarischen Winteranfang kommt Tauwetter auf.

Inhalt
  1. Tage werden länger, Temperaturen milder
  2. "Der trübste Dezember überhaupt"
  3. Kräftige Regenfälle vertreiben Nebel
  4. Aus Schnee wird Regen

Das soll die Bahn mal nachmachen! Pünktlich um 17:28 Uhr steht der kalendarische Winteranfang vor unserer Tür. Ab jetzt werden die Tage langsam aber sicher länger - "Ab Anfang Januar sogar spürbar länger!", sagt unser wetter.com-Meteorologe Kai Zorn.

 

Tage werden länger, Temperaturen milder

Bis dahin steht es allerdings schlecht um die Gesundheit der Deutschen - allen voran der Kölner. "Köln erreicht im Augenblick nur 7 Prozent des Sonnenschein-Solls", erklärt Kai. Das entspricht knapp über 3 Sonnenstunden - über den ganzen Dezember verteilt! "Da wird man irgendwann meschugge und braucht Licht!", weiß Kai, der gerne über das Wetter redet. Er verspricht den jecken Kölnern, dass es "über Weihnachten ein bisschen Licht geben wird." Sei es auch nur das Licht der vierten Adventskerze.

 

"Der trübste Dezember überhaupt"

Die Sonnenscheindauer lässt ohnehin zu wünschen übrig. So muss sich der hohe Norden mit 3 Stunden Sonne zufrieden geben. In Bremen und Niedersachsen sieht man den Feuerball immerhin noch eine Stunde. Über den Rest von Deutschland lacht dann höchstens noch die Welt: Mit null - in Zahlen 0 - Stunden ist es den ganzen Tag über trüb. "Es ist der trübste Dezember überhaupt!", resümiert Kai. Wir überlegen, ihn nicht mehr sprechen zu lassen.

Zurück zum Wetter am Donnerstag: Da überwiegen nämlich die milden Temperaturen von Nordwesten in ganz Mitteleuropa. Was so schön klingt, wird durch den Begriff Tauwetter zerstört. Die warme Luft weht Richtung Alpen, staut sich dort und verwandelt jegliche Schneeflocken in intensive Regenschauer. Mit ein wenig Wind garniert und den höheren Temperaturen ausgesetzt, werden vor allem die Täler den Schnee verabschieden müssen.

 

Kräftige Regenfälle vertreiben Nebel

Für einen schneeweißen Donnerstag muss man dann schon nach Ost- oder Nordeuropa flüchten. Dort gibt es Kälte und Eis en masse!

Der "bleierne Nebel" (keine Ahnung, wie Kai ihn gewogen hat!) wird "langsam aufgelupft" (ich habe es auch gegoogelt: auflupfen ist frühneuhochdeutsch für emporheben - dieses Wort hat Kai nicht von uns!).

Der Preis für die klare Sicht ist aber hoch: Nur die kräftigen Regenfälle am Vormittag können den Nebel hochhieven - besonders Mitteldeutschland ist davon betroffen.

 

Aus Schnee wird Regen

An den deutschen Nordküsten erhaschen die Einwohner und Touristen dagegen ein paar Wolkenlücken. Im Süden transformiert sich nasser Schnee zu Regen - das lässt sich am besten vom Wohnzimmerfenster aus betrachten. Der hiesige Nebel versteckt sich dann in den höheren Lagen der Mittelgebirge.

Die Temperaturen liegen am Donnerstag bei

  • 8 Grad in Köln
  • 7 Grad an den Küsten und in Berlin
  • 6 Grad in Stuttgart
  • 4 bis 2 Grad in Bayern

Hinzu kommt "unangenehmer Wind aus westlichen Richtungen", der "mehr und mehr auffrischt", weiß unser Meteorologe. Das klingt nicht nach Winter, sondern nach der Aufforderung, eine Flasche Wein zu öffnen.

Kann man übrigens getrost tun bei den Wetteraussichten für den Donnerstagabend: Regen am Alpenrand, ansonsten trüb mit nur vereinzelten Wolkenlücken im Nordosten. Na dann Prost!

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(ww7)

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