WettervorhersageWetterdienste warnen vor starken Schneefällen und Glatteis

Das Wetter am Montag ist vor allem eins: gefährlich. Zumindest auf den Straßen. Dort droht Glatteisgefahr und Überflutungen.

Inhalt
  1. Schneefall von Ostfriesland bis Bayern
  2. Schneefall und gefrierender Regen = Glatteisgefahr!
  3. Starkes Tauwetter und Dauerregen sorgen für Überflutungen
  4. Lawinen und Hochwasser am Dienstag
  5. Ab Mittwoch wird es milder

Unser wetter.com-Meteorologe Bernd Madlener (siehe Wettervorhersage-Video oben) warnt: "Heute ist in manchen Teilen Deutschlands wirklich eine brenzlige Situation!" Damit meint er: Schneefall von Ostfriesland runter bis nach Bayern!

 

Schneefall von Ostfriesland bis Bayern

Unwetterwarnung Montag, 22. Januar 2018
Der Deutsche Wetterdienst ruft für den Südwesten Stuttgarts die Unwetterwarnung der Stufe 3 aus
Foto: dwd.de
 

Schneefall und gefrierender Regen = Glatteisgefahr!

Neben Schneefall fällt den ganzen Tag auch gefrierender Regen - was die Straßen nicht sicherer macht. Während von Schleswig-Holstein bis zum westlichen Erzgebirge und in den Bayerischen Wald Schnee vom Himmel fällt, ist es ganz im Süden, vom Schwarzwald Richtung oberbayerisches Alpenvorland kräftiger, anhaltender Dauerregen mit der Gefahr von überfluteten Straßen - "weil das ganze Wasser auch nicht so schnell ablaufen kann", begründet Bernd.

Die Temperaturen liegen im Nordosten zwischen -1 und 2 Grad Celsius. Im Westen und Süden dagegen ist es heute eher mild: Um die 8 Grad sind es in Köln und sogar 11 Grad im Süden Baden-Württembergs, entlang des Oberrheins.

Die unterschiedlichen Temperaturen sind dem Wind zu verschulden. Er weht böig aus südöstlicher Richtung, "teilweise auch aus westlichen bis südwestlichen Richtungen", analysiert unser Meteorologe.

 

Starkes Tauwetter und Dauerregen sorgen für Überflutungen

Am Montagabend wird der Schnee- und Regenfall etwas weniger. Trotzdem droht vor allem in der Osthälfte noch Glättegefahr.

Laut des Deutschen Wetterdienstes (DWD) müssen wir auch mit starkem Tauwetter rechnen. So hat der DWD für einige Regionen die Unwetterstufe 3 ausgerufen. Betroffen sind vor allem Städte südlich von Karlsruhe, wie etwa Pforzheim, Rastatt, Baden-Baden, Freudenstadt, Offenburg, Emmendingen, Freiburg und bis in den südlichsten Zipfel auch Lörrach und Waldshut (s. Foto oben).

Die Unwetterstufe 2 - also die Warnung vor markantem Wetter - betrifft dagegen vor allem den Osten Bayerns, angefangen bei Hof, Kronach, Kulmbach, Bayreuth und Wunsiedel über Tirschenreuth, Amberg, Schwandorf und Cham bis hin nach Regensburg, Straubing, Deggendorf, Freyung, Passau und Pfarrkirchen. Auch in Traunstein, Bad Reichenhall und Ravensburg herrscht Warnstufe 2.

Die Abflussmengen an Wasser liegen bei 50 Liter bis 100 Liter pro Quadratmeter. Somit ist Hochwasser an Bächen und Flüssen möglich.

Und so wird das Wetter am Dienstag, den 23. Januar 2018:

 

Die wetter.com-Meteorologin Anna Gröbel (s. Video) weiß: Dienstag wird das Wetter nicht besser - sondern eher schlechter. "Massives Tauwetter macht immer noch Probleme", sagt Anna voraus. In den Alpen taut es auf: 1.500 Meter hoch in den tieferen Lagen sammelt sich immer mehr Wasser an, die Pegel der Flüsse steigen immer weiter an. "Wir müssen mit Überflutungen rechnen!", warnt unsere Meteorologin.

 

Lawinen und Hochwasser am Dienstag

In den höheren Lagen der Alpen ist die Lawinengefahr immer noch stark erhöht. "Wir haben stellenweise noch die Warnstufe 5 - also die höchste Warnstufe!", sagt Anna.

In den tieferen Lagen wechseln sich Schnee und Regen ab. "Zum Start in den Tag kann es rutschig sein", warnt uns Anna vor. Ansonsten ist es eher trocken - aber grau. Im Tagesverlauf hören die Niederschläge im Süden und Osten langsam auf. Dafür kommt vom Westen neuer Regen auf - von der Nordsee bis runter in die Pfalz wird es im Laufe des nachtmittags nass werden.

Die Temperaturen liegen am Dienstag bei einem Grad nördlich von Berlin und 10 Grad im Süden Baden-Württembergs. Der Wind kommt aus dem Südwesten: Am Anfang schwach bis mäßig, später mit dem Regen am Nachmittag frischt er ein wenig auf.

 

Ab Mittwoch wird es milder

Am Abend und in der Nacht breitet sich der Regen weiter nach Osten und Süden aus. Die Temperaturen liegen abends - so gegen 20 Uhr - zwischen 0 Grad an den Alpen und 8 Grad im Westen.

Haben wir den Dienstag einmal überstanden, geht es bergauf: Schon in der Nacht zum Mittwoch kommt vom Westen mildere Luft zu uns.

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(ww7)

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