Nach Jan Koums RücktrittWhatsApp bekommt Werbung - Facebook will Geld verdienen mit dem Messenger

Lange Zeit war WhatsApp ein werbefreies Feld. Das hatten die weltweit rund 1,5 Milliarden Nutzer vor allem Gründer Jan Koum zu verdanken. Der steigt aus dem Mutterkonzern Facebook aus - und Messenger-Chef David Marcus will bald Werbung ausspielen.

Jan Koum und Mitgründer Brian Acton verkauften ihren erfundenen Messengerdienst WhatsApp 2014 für 19 Milliarden Dollar an Mark Zuckerbergs Imperium Facebook. Die beiden Gründer hatten sich für eine nutzerfreundliche und sichere Privatsphäre ohne Werbung ausgesprochen mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Er sagte sogar mal, er würde Werbung hassen. Jan Koum arbeitete seitdem im Facebook-Verwaltungsrat; Brian Acton verließ im September 2017 Facebook.

WhatsApp bekommt Werbung - Facebook will Geld verdienen mit dem MessengeriStock

 

Das könnte sich für WhatsApp-Nutzer ändern

Jetzt kündigte der Amerikaner mit ukrainischen Wurzeln an, Facebook und damit auch WhatsApp zu verlassen. Für Zuckerbergs Firma ein Grund, neue Wege einzuschlagen: "Was Werbung angeht, werden wir WhatsApp definitiv weiter öffnen", erklärte Facebooks Messenger-Chef David Marcus dem Nachrichtensender CNBC. Ins Detail gingt Marcus dabei nicht, räumte aber ein, dass nun auch größeren Firmen die Möglichkeit gegeben werden solle, mit Kunden zu chatten. Kleine Unternehmen können das bereits, brauchen aber eine eigene App. 

Das Wall Street Journal glaubt, dass die Werbung noch weitere Folgen haben wird: So könnten in der Inbox von WhatsApp und in der Status-Funktion bald Werbebanner aufploppen. Zudem sei die Absicht, Werbung auszuspielen, der Grund für Jan Koums Abgang gewesen - angeblich habe er sogar eine Klausel im Vertrag gehabt, wonach er früher gehen dürfe, sollten Werbemaßnahmen geplant sein.

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