NewsWhatsApp und Facebook: Datenaustausch durch neuen Gerichtsbeschluss verboten

WhatsApp: Neuer Gerichtsbeschluss verbietet den Datenaustausch mit Facebook
Datenaustausch zwischen WhatsApp und Facebook? In Deutschland funktioniert das nicht mehr.
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Viele Nutzer hatten Angst davor, ein neues Urteil glättet jetzt die Sorgenfalten: Der aktuelle Gerichtsbeschluss verbietet den Datenaustausch zwischen WhatsApp und Facebook weiterhin.

Schon im September 2016 hatte der Hamburger Datenschutzbeauftragte Prof. Johannes Caspar den Datenaustausch zwischen Facebook und dem aufgekauften Messenger-Dienst WhatsApp untersagt. Seine Begründung: Man hätte die Nutzer vorher fragen müssen, ob sie mit einem Austausch der Daten einverstanden sind. Nach deutschem Recht ist der Abgleich so nicht legal.

Facebook rechtfertigte den Datenaustausch damit, dass man sich auf das in Irland geltende Datenschutzrecht beziehe. Hier befindet sich der internationale Sitz des Social-Media-Unternehmens. Es wurde versucht, die Vollziehung von Caspars Anordnung abzuwehren.

Doch wie das Verwaltungsgericht Hamburg am Dienstag entschied, ist und bleibt der Datenaustausch von Facebook und WhatsApp zumindest bei deutschen Nutzern weiterhin verboten. Mit diesem Beschluss hat sich das Gericht auf die Seite der rund 35 Millionen deutschen WhatsApp-Nutzer gestellt und dem Milliarden-Unternehmen Facebook die rote Karte gezeigt.

Prof. Johannes Caspar forderte allerdings auch, dass Facebook die bereits erhobenen Daten löschen müsse. Dieser Aufforderung muss der Social-Media-Dienst dem neuen Gerichtsbeschluss zufolge nicht nachkommen.

Ganz geklärt ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht, ob das deutsche Datenschutzrecht hier überhaupt zur Anwendung kommen kann. Es sieht wohl also ganz danach aus, als würde es noch eine nächste Runde mit Facebook geben.

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(ww8)

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