Raise for RowynWie Cassie Miller versehentlich die Tochter ihrer besten Freundin tötete

Es ist eine unvorstellbare Tragödie: Bei einem Unfall tötete Cassie Miller die 17 Monate alte Rowyn. Es war die Tochter ihrer besten Freundin – und doch halten die Mütter bis heute zusammen.

Fehler passieren. Doch manchmal haben sie so gravierende Folgen, dass sie das ganze Leben verändern. Für Cassie Miller und Brynn Johnson war es der 16. September 2014, den die beiden besten Freundinnen nie vergessen werden.

Die Mütter hatten eine Fahrgemeinschaft gebildet und waren auf dem Sprung in die Vorschule. Die besuchten ihre gleichaltrigen Söhne gerade erst ein paar Tage – dementsprechend groß war das Drama, das sich am Morgen abspielte. Denn die Jungs wollten nicht zur Schule.

„Wir arbeiteten daran, die Jungs ins Auto zu bekommen, als die kleine 17 Monate alte Rowyn in ihrem babyblauen Pyjama rückwärts die Stufen herunterkrabbelte, um uns zu begrüßen“, erinnern sie sich. Doch die Mütter bemerkten das Baby nicht. Zu groß war der Zeitdruck, zu klein die Aufmerksamkeitsspanne.

Als Brynns Sohn einfach nicht aufhören wollte zu weinen, beschlossen die Freundinnen, trotzdem loszufahren – unterwegs würde er sich schon beruhigen. Türen wurden geschlossen. Gurte festgeschnallt. Der Motor gestartet. Der Gang eingelegt. Es folgte ein Rumpeln. Dann wurde es plötzlich ganz still.

Cassie Miller hatte Brynns Tochter Rowyn überfahren. Das Mädchen war sofort tot.

„Die Tragödie des 16. Septembers hat ein Loch und Leere in vielen Herzen hinterlassen. Wir können nichts tun, um den Tag ungeschehen zu machen, aber wir hoffen dass wir die Erinnerung an sie mit 'Raise for Rowyn' in Ehren halten können“, schreiben die Mütter auf ihrer Internetseite.

Entgegen jeglicher Erwartungen sind Cassie und Brynn noch immer Freundinnen. Anstatt sich auseinanderzuleben, haben sie gemeinsam gekämpft. Heute haben sie die Stiftung „Raise for Rowyn“ aufgebaut, die Familien unterstützen soll, die ein Kind verloren haben.

Insgesamt konnte schon 179 Familien geholfen werden. Besonders beeindruckend ist dabei die Einstellung der beiden Mütter. Der Unfall ist geschehen. Nichts kann die Tatsache verschleiern, dass Cassie die Tochter ihrer besten Freundin überfahren hat. Und trotz allem blicken die Frauen nach vorne. Sie versuchen alles, um etwas Positives aus dem tragischen Tod der kleinen Rowyn zu gewinnen. Der Zusammenhalt ohne jegliche Schuldzuweisungen ist beeindruckend und beweist Stärke.

„Rowyn hatte eine großartige Persönlichkeit, sie kicherte immerzu und versuchte andere zum Lachen zu bringen“, beschreiben die Mütter das Mädchen auf ihrer Website. Keine Tragödie sollte die positiven Erinnerungen an einen Menschen in den Schatten stellen.

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