Kleine Zwetschgen-KundeWie gesund sind Zwetschgen? Was du über die Pflaumen-Schwester wissen musst

Klein, rund gesund – oft gehen Zwetschgen neben ihrer großen Pflaumen-Schwester unter. Dabei ist die Zwetschge ein Vitamin-B-Wunder…

 

Im Spätsommer zieren sie sämtliche Markstände: Von Ende Juli bis Oktober haben Zwetschgen Saison. Und die sollte man ausnutzen, denn die kleinen Kraftpakete stecken voller besonderer Nährstoffe. Aber nicht verwechseln: Zwetschgen sind nicht dasselbe wie Pflaumen, ein Irrglaube, der sich wacker hält.

 

Was ist der Unterschied zwischen Zwetschgen und Pflaumen?

Zwetschgen sind kleine Kraftpakete, die im Spätsommer winterfit machen!
Zwetschgen sind kleine Kraftpakete, die im Spätsommer winterfit machen!
Foto: iStock

Eigentlich ist es gar nicht so schwer, Zwetschgen von Pflaumen zu unterscheiden. Beide Früchte sind zwar klein und violett, doch das war es auch schon an den äußerlichen Ähnlichkeiten. Während Pflaumen in mehreren Farben daherkommen, sind Zwetschgen immer dunkelblau bis lilafarben. Den nächsten Hinweis gibt die Form: Pflaumen sind rund, Zwetschgen deutlich ovaler und weisen keine Naht auf. Die glatte Schale der Zwetschge enthüllt ein festes, gelbes Fruchtfleisch, deren Kern sich gut lösen lässt. Aufgrund ihrer Konsistenz besticht sie übrigens oft gegen ihren Artgenossen – Zwetschgen zerfallen auch bei hohen Temperaturen nicht und eignen sich daher wunderbar zum Kuchenbacken.

 

Was macht Zwetschgen so gesund?

Gutes Bauchgefühl

100 Gramm Zwetschgen enthalten 1,6 Gramm Ballaststoffe, die getrocknete Variante das Dreifache. Die haben eine hohe Quellfähigkeit, was heißt, dass sie lange sättigen. Getrocknete Zwetschgen sind ein altbewährtes Mittel gegen Verstopfung. Dafür einfach ein paar Früchte in Wasser einlegen, aufquellen lassen und essen. Nach dem Essen helfen ein paar Zwetschgen zum Nachtisch ebenfalls gegen Sodbrennen und Völlegefühl.

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Süßes Figurwunder

Ja, Zwetschgen sind süß. Ja, Zwetschgen enthalten relativ viele Kohlenhydrate. Nein, sie machen trotzdem nicht dick. Das liegt zum einen daran, dass sie nahezu kein Fett enthalten, zum anderen an besagtem Ballaststoffgehalt. Der schützt vor Heißhungerattacken, weshalb frische oder getrocknete Zwetschgen bei Lust auf Süßes eine gute Wahl sind. Hier gilt jedoch wie bei allem: Nur in Maßen genießen! Zwetschgen enthalten Sorbit, einen Zuckeralkohol, der bei hohem Verzehr abführend wirken kann. Bis zu 150 Gramm täglich dürften jedoch keine Probleme bereiten.

An stressigen Tagen Zwetschgen essen

Was macht man, wenn der Alltag mal wieder von allen Seiten an einem zerrt? Erstmal eine Zwetschge essen. Klingt verrückt? Funktioniert aber. Zwetschgen enthalten mehrere B-Vitamine, die die Nerven stärken. Und wer Angst vor Stresspickeln hat, kann doppelt beruhigt sein. Das Provitamin A sorgt für ein gesundes Hautbild. Vitamin K stärkt zudem das Herz und gibt stressbedingten Herz-Kreislauf-Erkrankungen keine Chance!

Vitamin B: Für Fettabbau und Nerven

Zwetschgen machen fit für den Winter

Im Spätsommer kann man sich bereits auf die kalte Jahreszeit vorbereiten, indem man viele Zwetschgen futtert. Das enthaltene Zink stärkt das Immunsystem, auch die dunkelblaue Farbe kommt der Gesundheit zugute: Die farbgebenden Anthocyane sollen den Körper vor Entzündungen und Infektionen schützen – und sogar Thrombosen und Tumoren vorbeugen.

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