Tiere in RaucherhaushaltenWie sehr Raucher ihrem Hund wirklich schaden

Schlechte Nachrichten für Raucher, die mit einem Hund zusammenleben: Das Passivrauchen schadet der Gesundheit der Tiere noch mehr als gedacht.

Nicht nur das Rauchen an sich, auch Passivrauchen ist ungesund für den Menschen. Doch wie stark der Effekt auf Tiere ist, wurde bislang wenig erforscht. Jetzt hat sich die Forscherin Natalie Hutchinson von der University of Glasgow in ihrer Doktorarbeit dem Thema Hunde in Raucher-Haushalten gewidmet – und ist zu erschreckenden Ergebnissen gekommen.

An der Schule für Tiermedizin untersuchte die Doktorandin zwei Vergleichsgruppen – Hunde, die in Raucherhaushalten lebten und solche, dessen Besitzer Nichtraucher waren – über einen Zeitraum von einem Jahr. Das besondere Augenmerk der Forschung lag hierbei auf der Veränderung sogenannter Marker, die über den Alterungsprozess Auskunft geben.

Viele Raucher sind davon überzeugt, dass ihr Haustier keinen Schaden von ihrem Tabakkonsum davonträgt. Das musste Hutchinson nun widerlegen. Zum einen wurde bewiesen, dass Tiere sehr wohl Rauch aufnehmen – in ihrem Fell konnte Nikotin nachgewiesen werden.

Zum anderen konnte festgestellt werden, dass die Hunde, die in Raucherhaushalten lebten, deutlich stärkere Anzeichen von vorzeitiger Alterung aufweisen – was wiederum ein Hinweis darauf ist, dass sie früher sterben.

Doch damit nicht genug. Die Hunde, die mit Rauchern zusammenlebten, waren in einem deutlich schlechteren Gesundheitszustand als in der Vergleichsgruppe. Sie wiesen beispielsweise ein erhöhtes Risiko für Entzündungen auf.

Die Studie ist komplex und sie weist eine Vielzahl an Ergebnissen auf – die allesamt in dieselbe Richtung deuten. Raucher müssen sich somit bewusst werden, dass sie nicht nur sich selbst, sondern auch der Gesundheit ihres Hundes langfristig schaden.

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(ww4)

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