MeteorologieWie Wirbelstürme nicht mehr heißen dürfen und warum

86 Namen wurden von der Liste der Benennung von Wirbelstürmen gestrichen. Wieso darf ein Sturm nicht mehr Maria heißen? Wir klären auf.

Sei es ein Hoch, ein Tief oder ein Sturm: Meteorologen geben Wetterereignissen gerne Namen. Dafür gibt es offenbar sogar eine eigene Liste, aus der Experten sich einen passenden Titel für die aktuelle Wetterlage aussuchen. Alle sechs Jahre dürfen die Namen wiederverwendet werden.

Diese Namensliste wurde nun jedoch überarbeitet. Die Weltorganisation für Meteorologie hat entschieden, Namen zu streichen, die bereits mit schweren Unwettern in Verbindung gebracht wurden.

Wirbelstürme dürfen beispielsweise nicht mehr Harvey, Irma, Maria oder Nate heißen, da die Unwetter 2017 erhebliche Schäden verursachten und Menschenleben forderten. Insgesamt sind seit 1953 nun bereits 86 Namen von der Liste verschwunden – was gleichzeitig bedeutet, dass 86 Unwetter schwere Folgen mit sich zogen.

An diese teilweise sogar tödlichen Ereignisse soll niemand erinnert werden müssen. Gleichzeitig könnte ein Name, der in der Vergangenheit für einen besonders schweren Wirbelsturm gewählt wurde, für zukünftige Unwetter Panik auslösen.

Weniger Auswahl droht den Meteorologen trotzdem nicht. Die Namen wurden bereits durch vier frische Kandidaten ersetzt. Zukünftige Wirbelstürme könnten zum Beispiel Harold, Idalia, Margot oder Nigel heißen.

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