SOS-TricksWindeldermatitis: Was hilft bei einem wunden Baby-Po?

Die meisten Babys leiden im ersten Lebensjahr unter einem wunden Po, auch Windeldermatitis genannt. Wir verraten, was wirklich dagegen hilft. 

Inhalt
  1. Was ist eine Windeldermatitis?
  2. Was hilft bei einer Windeldermitis?
  3. Wann sollte ich zum Kinderarzt gehen? 
  4. Wie kann ich einer Windeldermitis vorbeugen? 

Die Hauptursache für einen wunden Baby-Po ist Feuchtigkeit. Die Haut im Windelbereich ist ständig im Kontakt mit Urin und Stuhl. Durch die Feuchtigkeit weicht die Haut auf und wird anfälliger für Reizstoffe wie zum Beispiel Ammoniak im Urin. Die Folge ist ein wunder Po. Besonders anfällig sind Babys im ersten Lebensjahr. Doch mit ein paar Tipps kann man die Windeldermatitis ganz einfach verhindern. 

 

Was ist eine Windeldermatitis?

Die Windeldermatitis zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen im Säuglingsalter. Etwa zwei Drittel aller Babys sind betroffen. Besonders häufig tritt der wunde Po zwischen dem 9. und 12. Lebensmonat auf, wenn die Kleinkinder anfangen, am Familientisch mitzuessen, denn nicht selten ist die Ursache für einen wunden Po eine Lebensmittelunverträglichkeit. Aber ein wunder Po kann auch einfach so auftreten. Nicht selten ist es eine Reaktion des kleinen Körpers aus Veränderungen wie zum Beispiel durchs Zahnen. 

Symptome einer Windeldermitis

Bei einer Windeldermitis ist die Haut im Po- und Genitalbereich des Babys gerötet und aufgeweicht. Auch Pickelchen, Pusteln und sogar kleine offene Stellen treten auf, die jucken und brennen. Schreitet die Entzündung weiter fort, kann sie sich auf die Oberschenkel und den Bauch ausweiten. Eine Windeldermitis kann für ein Baby ziemlich unangenehm werden. Die Haut schmerzt durch Berührung, Bewegung und den Kontakt mit Stuhlgang. Babys, die an einer Windeldermitis leiden, sind oft weinerlich, mögen nicht essen und schlafen schlecht. 

Ist der wunde Po zusätzlich durch nässende Pocken, Pusteln und weiß schuppende Stellen, die sich ringförmig ausbreiten, befallen, handelt es sich vermutlich um einen Pilzbefall, einen sogenannten Windelsoor. Typische Symptome eines zusätzlichen Bakterienbefalls sind nässende oder eitrige Wunden.

 

Was hilft bei einer Windeldermitis?

Eine Windeldermitis ist meist harmlos und lässt sich durch diese einfachen Maßnahmen leicht behandeln:

  • Häufiges Windelwechseln: Die Windel sollte immer gewechselt werden, sobald sie voll ist, aber spätestens nach drei bis vier Stunden. 
  • Sanfte und sorgfältige Reinigung der Haut: Ist der Po bereits gereizt, solltet ihr auf das Reinigen mit Feuchttüchern verzichten. Reinigt den Po lieber mit klarem Wasser oder einem milden Öl. Anschließend sollte die empfindliche Haut, behutsam getrocknet werden. 
  • Wundschutzsalben: Der Klassiker ist Wundsalbe mit Zinkoxid. Die wirkt nicht nur entzündungshemmend, sondern macht die Haut auch widerstandsfähiger. Bei leichten Rötungen hilft eine Salbe mit Ringelblume (Calendula). 
  • Heilwolle: Wollfett hat eine pflegende und entzündungshemmende Wirkung und ist ein natürliches Hausmittel gegen einen wunden Po. 
  • Muttermilch: Ein paar Tropfen auf die leicht gerötete Haut und gut abtrocknen lassen. 
  • Sitzbäder: 1 bis 2 mal täglich in Eichenrinde, schwarzem Tee oder Wundheilungsbädern (Kamille, Lavendel, Rose) ein paar Minuten baden. Das Wasser sollte lauwarm sein. 
  • Unten ohne: Damit der Po schnell abheilen kann, sollte möglichst viel Luft an die Haut kommen. Gerade im Sommer ist das kein Problem. Im Winter einfach mit dem Baby ins Badezimmer gehen und die Heizung ein bisschen höher drehen. 
  • Windelmarke wechseln oder Stoffwindeln ausprobieren. 

In den meisten Fällen klingt eine Windeldermitis innerhalb von wenigen Tagen ab. In manchem Fällen kann sie aber auch hartnäckig sein, dann ist intensive Pflege und Geduld gefragt. 

 

Wann sollte ich zum Kinderarzt gehen? 

  • Wenn sich die Rötung nach zwei bis drei Tagen nicht verbessert oder sich sogar verschlimmert.
  • Das Kind besonders unruhig und weinerlich ist oder sich der Stuhl verändert. 
  • Im Windelbereich nässende Pocken, Pusteln und weiß schuppende Stellen, die sich ringförmig ausbreiten, auftreten. 
 

Wie kann ich einer Windeldermitis vorbeugen? 

  • Häufiges Windelwechseln: Sobald dein Baby Stuhlgang hatte, solltest du die Windel wechseln. 
  • Die richtige Windelgröße verwenden: Die Windel sollte weder zu groß noch zu klein sein. 
  • Möglichst keine Feuchttücher: Reinige den Po von deinem Baby am besten immer mit lauwarmem Wasser. 
  • Wundschutzcremes nicht vorsorglich verwenden: Creme den gesunden Po nicht nach jedem Windelwechseln ein. Massiere stattdessen den Po lieber abends vor dem Schlafengehen mit Pflanzenöl wie Mandelöl, Ringelblumenöl oder Olivenöl ein. 

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