AbstimmungWird die Zeitumstellung frühestens 2021 abgeschafft?

Heute stimmt der Verkehrsausschuss des Europaparlaments in Brüssel über die Abschaffung der Zeitumstellung ab. Doch es gibt immer noch ein Problem.

Inhalt
  1. Update: Verkehrsausschuss stimmt für Abschaffung der Zeitumstellung 
  2. Ende der Zeitumstellung 2021 möglich - doch ein Problem bleibt
  3. Das passiert nach der Abstimmung

Bereits Ende November 2018 war klar, dass die EU-Kommission mit der Idee, die Zeitumstellung im April 2019 abzuschaffen, scheitert. Eine schnelle Abschaffung wollten die Regierungen der EU-Staaten nicht, da sie einen zeitlichen Flickenteppich befürchteten.

 

Update: Verkehrsausschuss stimmt für Abschaffung der Zeitumstellung 

So langsam geht es voran in der Entscheidung um die Abschaffung der Zeitumstellung: Der zuständige Verkehrsausschuss im Europaparlament in Brüssel hat heute für die Abschaffung ab dem Jahr 2021 gestimmt. Insgesamt waren 23 Abgeordnete dafür, 11 dagegen und Enthaltungen gab es nicht. 

Mehr zu dem Thema kannst du im Folgenden lesen:

 

Ende der Zeitumstellung 2021 möglich - doch ein Problem bleibt

Heute (4.3.) stimmte der sogenannte Verkehrsausschusses des Europaparlaments über ein Ende der Zeitumstellung ab. Als nächstes muss das Parlamentsplenum abstimmen. Ein Ergebnis wird in den kommenden Wochen erwartet. Danach müssten noch die EU-Staaten zustimmen. Erst dann wird die halbjährliche Zeitumstellung abgeschafft. 

Realistisch ist eine Abschaffung Ende 2021. Doch das eigentliche Problem bleibt: Stimmen die 28 EU-Mitgliedstaaten gegen die Abschaffung, bleibt alles beim Alten. Fällt das Votum zugunsten der Zeitumstellungs-Gegner aus, bleibt die Frage, ob wir eine dauerhafte Winter- oder Sommerzeit bekommen. Je nach Entscheidung, würde die dauerhafte Regelung bedeuten, dass mindestens ein Land einen Nachteil daraus hat.

Ein Beispiel: Bei einer dauerhaften Sommerzeit würde es im Westen Spaniens erst um etwa 10 Uhr morgens hell werden. In Deutschland wäre es demzufolge im Winter früher dunkel. Eine Winterzeit bedeutet für Polen im Sommer, dass die Sonne schon um 3 Uhr morgens aufgeht. In der EU würden wir also mindestens sieben Zeitzonen haben, statt der aktuellen drei. 

 

Das passiert nach der Abstimmung

Wird für eine Abschaffung bis 2021 gestimmt, sollen alle EU-Staaten der Kommission bis April 2020 mitteilen, für welche Zeitzone sie sich entscheiden möchten. Die Kommission müsste dann bis Oktober 2020 für eine möglichst ausgeglichene Zeitverteilung sorgen, die angelehnt an die bisher bestehenden drei europäischen Zeitzonen sein könnte.

Vorerst bleibt also erst alles, wie es war. Wir werden unsere Uhren am 31. März erneut auf die Sommerzeit stellen, sprich, eine Stunde weiter (von 2 auf 3 Uhr) und am 21. Oktober eine Stunde zurückstellen.   

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