Deutliche ForderungWirtschafts-Krise in Deutschland: Das plant Söder jetzt!

Wie wird es mit der deutschen Wirtschaft in der Corona-Krise weitergehen? Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat bereits konkrete Pläne.

Die deutsche Wirtschaft hat durch die Corona-Krise deutlich gelitten. Das Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorquartal um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Berlin mitteilte. In den kommenden Monaten ist aber noch mit einem größeren Einbruch zu rechnen, denn Anfang Jahres waren die Auswirkungen der Pandemie noch nicht zu spüren.

 

Markus Söder fordert "Kickstart" für die deutsche Wirtschaft

Der Rückgang ist so stark wie seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 nicht mehr. Eine Tatsache, die auch die Politiker in Sorge versetzt und nach Lösungen suchen lässt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert deshalb einen raschen "Kickstart" für die deutsche Wirtschaft aus der Corona-Krise. Bei der kommenden Sitzung des Koalitionsausschusses am 2. Juni mit der SPD solle über Maßnahmen beraten werden. "Wir brauchen ein schnelles, wirksames und relativ klar erkennbares Konzept", so der Politiker.

Corona-Wirtschaftskrise: Fast jeder fünfte Job in Gefahr

Der 53-Jährige betonte, dass die Politik nun Impulse senden und die Binnennachfrage ankurbeln müssen, damit die Wirtschaft wieder ins Rollen kommt – gerade in der jetzigen Zeit, in der der Export eingebrochen ist und die Bürger sich im Konsumverhalten eher zurückhaltend zeigen. Steuererhöhungen, wie zuletzt von Finanzminister Olaf Scholz angesprochen, hält er dagegen für falsch.

 

Markus Söder: Skepsis gegenüber Halbverstaatlichung der Lufthansa

Was die Hilfen für die Lufthansa angeht, hat Markus Söder eine klare Meinung. Derzeit wird darüber diskutiert, ob im Gegenzug für Staatshilfen in Höhe von neun Milliarden Euro, eine Staatsbeteiligung von rund 25 Prozent am Unternehmen sowie Aufsichtsratsmandate sinnvoll wären. Die CSU sei "außerordentlich skeptisch, ob dieses Halbverstaatlichungsmodell richtig ist", so Söder. Hilfe müsse es geben, Verstaatlichung aber nicht. Die Lufthansa dürfe nicht "zu einer zweiten Deutschen Bahn" werden, stellte er klar.

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Neben der Hilfe für das strauchelnde Unternehmen fordert der Politiker außerdem Unterstützung für die Automobilbranche. "Wir müssen etwas für den Automobilsektor tun", sagte Söder. "Wir können nicht 10 Milliarden Euro für die Lufthansa aufwenden und auf der anderen Seite sagen, aber Auto spielt keine Rolle."

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