Seriös oder nicht?Wish: Was wirklich hinter der Shopping-App steckt

Die Shopping-App Wish begeistert immer mehr Nutzer. Doch hinter der E-Commerce-Plattform, die vor allem mit Schnäppchen locken will, stecken einige Gefahren.

Vor sieben Jahren gründeten die ehemalige Google- und Yahoo-Manager Danny Zhang und Peter Szulczewski in San Francisco die kostenlose App Wish. Laut Experten gilt die Plattform als "Shooting Star", etwa 300 Millionen Nutzer gibt es weltweit - alleine davon eine knappe Million kommt aus Deutschland. 2017 wurde die App in den USA öfter runtergeladen als die von Amazon.

Aber was genau ist Wish eigentlich? Im Grunde nichts anderes, als ein Shopping-Marktplatz. Knapp eine Million Händler bieten zusammen 200 Millionen Produkte aus u.a Mode und Technik zu günstigen Preisen an. Klingt eigentlich ziemlich gut - wenn da nicht einige Haken wären. So stand die App schon mehrmals wegen Plagiatsvorwürfen, qualitativ minderwertiger Produkte und falschen Bestellungen in der Kritik. Erfinder Peter Szulczewski gab derartige Probleme gegenüber onlinehändler-news zu: „Einige dieser Vorwürfe sind berechtigt“, räumt Szulczewski ein. „Das ist etwas, das wir zwangsläufig angehen müssen.“

 

Wish-App im Test: So schnitt die Shopping-App ab 

Das Technikportal "Chip" testete die beliebte App, die für Android und für iOS zum Download geeignet ist. Dabei bestätigte sich die Kritik erneut:

  • Die meisten Produkte stammen aus China und sind günstig verarbeitet
  • Die Versandzeit beträgt häufig 30 Tage
  • Lieferung und Qualität können nicht gewährleistet werden
  • Trotz Zahlungsmöglichkeit mit Klarna, muss das bestellte Produkt spätestens nach 14 Tagen bezahlt werden, auch, wenn es noch längst nicht da ist
  • Versandkosten können, je nach Anbieter, sehr hoch sein
  • Zollgebühren sind möglich
  • Die App hat Zugriff auf die Kontakte im Smartphone und kann diese auslesen
  • USB-Speicherinhalte können gelesen oder sogar gelöscht werden

Es gibt aber auch eine positive Nachricht: Umtäusche, Retouren und Reklamationen sind bei Waren, die von europäischen Händlern kommen, kein Problem. Dazu sollte man jedoch den Wish-Kundenservice und nicht den jeweiligen Händler kontaktieren, rät Chip. 

Wish sollte man also nur benutzen, wenn man sich dieser Punkte bewusst ist. 

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