Was hatte der Junge damit vor?Witten: Lehrerin findet Pistole im Schulranzen eines Erstklässlers!

Schockmoment in Witten: Ein Erstklässler erschien mit einer Pistole im Schulranzen zum Unterricht. Die Lehrerin, die die Waffe entdeckte, rief umgehend die Polizei. 
 

Inhalt
  1. Pistole im Schulranzen: Erstklässler sorgt für Schockmoment
  2. Konsequenzen für die Eltern
  3. Minderjährige und Waffen: Ein wiederkehrendes Problem?

Nein, Witten liegt nicht in der Bronx, sondern bei Bochum in Nordrhein-Westfalen. Trotzdem muss sich die Lehrerin, die eine Pistole im Schulranzen ihres Erstklässlers gefunden hat, für einen kurzen Schockmoment wie in einem Gangster-Viertel gefühlt haben. 

 

Pistole im Schulranzen: Erstklässler sorgt für Schockmoment

Laut Medienberichten habe die Lehrerin am Dienstag [20. November] bemerkt, dass ihre Erstklässler immer wieder heftig tuschelten. Schließlich sei ihr das Gerücht zu Ohren gekommen, dass ein Schüler eine Waffe im Tornister habe. Unverzüglich sah sie nach und entdeckte tatsächlich eine Pistole im Schulranzen des Sechsjährigen!
Nachdem sie die Polizei gerufen hatte, bestätigten die Beamten, dass es sich bei der Pistole nicht etwa um eine Spielzeugwaffe handele. Polizeisprecher Volker Schütte: "Es war eine Gasdruckpistole. Zum Glück war sie ungeladen. Diese Waffen darf man erwerben, besitzen, aber draußen nicht mitführen. Dafür braucht man einen Waffenschein."

 

Konsequenzen für die Eltern

Während der Erstklässler aussagte, er wisse nicht, wie die Pistole in seinen Schulranzen gekommen wäre, droht den Eltern des Jungen nun Ärger. "Der Junge ist nicht die Hauptperson der Geschichte, sondern die Eltern", zitiert "Derwesten.de" den Polizeisprecher. "Waffen sollten zuhause nicht griffbereit liegen."
Mit welchen Konsequenzen die Eltern zu rechnen haben, steht noch nicht fest. Die Ermittlungen in dem Fall laufen noch. Die beschlagnahmte Pistole liegt derzeit zur genaueren Untersuchung bei den Waffenexperten der Bochumer Polizei.

 

Minderjährige und Waffen: Ein wiederkehrendes Problem?

In den vergangenen Monaten kam es häufiger zu Vorfällen, in denen Minderjährige mit Waffen zu tun hatten – und keiner davon ging so glimpflich aus wie der Pistolenfund in Witten
Im März fand eine Mutter ihre tote Tochter zu Hause auf: Die 14-Jährige war von einem Bekannten, der selbst gerade einmal 15 Jahre alt ist, erstochen worden. 
Im April bedrohte ein 12-Jähriger in Hamburg seinen Mitschüler mit einem Messer, um Geld und Handy zu erpressen. Als der ebenfalls 12-Jährige nicht nachgeben wollte, stach der Angreifer mit einem Klappmesser viermal auf sein Opfer ein! Doch das Opfer hatte unglaubliches Glück: Das Handy in seiner Hosentasche federte die Stiche ab. 
Besonders große Fassungslosigkeit rief der Todesfall von Aaliyah im Februar in Dortmund-Hörde hervor. Die 15-Jährige war von einer 16-jährigen Bekannten nach einem Streit um eine Lappalie erstochen worden. 
Nur wenige Tage danach setzte die Dortmunder Polizei einen Elternbrief auf, um vor Messerangriffen zu warnen – darin sprachen die Beamten auch noch einmal den Mord von Lünen (NRW) an, bei dem ein 16-Jähriger einen seiner Mitschüler im Schulgebäude erstochen hatte und dafür zu sechs Jahren Jugendhaft verurteilt wurde. 
"Die Polizei möchte hiermit an alle Eltern appellieren, gemeinsam mit ihren Kindern gewaltfreie Verhaltensregeln und Handlungsalternativen zu verabreden", war drin unter anderem zu lesen.

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