Trotz LockdownWochenende der Corona-Partys: Illegale Partys in ganz Deutschland aufgelöst

Hochzeitsparty, Pokertreffen, Kindergeburtstag: In vielen Städten Deutschlands musste die Polizei anrücken, weil Feierende gegen die Corona-Regeln verstoßen haben. 

Am Wochenende kam es bundesweit zu mehreren Polizeieinsätzen, weil duzende Menschen gegen die Corona-Regeln verstoßen haben. Darunter rückten Beamte in Soltau (Niedersachsen), Schwandorf und Pulling (Bayern) sowie in Hamburg, Berlin, Mannheim, Stuttgart, Dresden, München. 

 

Illegale Corona-Partys in Hamburg und Berlin aufgelöst 

In Hamburg löste die Polizei am Freitagabend (15.1.) eine Gruppe in einer Shisha-Bar auf. Wie der NDR berichtet, saßen neun junge Männer (darunter zwei Minderjährige) ohne Abstand und Mundschutz beieinander. Sie alle müssen mit Bußgeldern von jeweils 150 Euro rechnen; dem Betreiber droht eine Strafe von 10.000 Euro - es ist bereits das zweite Mal, dass er gegen die Corona-Auflagen verstoßen hat.

Eine Hochzeitsgesellschaft mit 60 Personen wurde am Samstagabend (16.1.) in Berlin aufgelöst. Das Brautpaar hatte der Bild-Zeitung folge ein Apartment für die Feierlichkeit angemietet. Nachbarn alarmierten die Polizei, die mit einem Großaufgebot von Beamten anrückte und Bußgelder sowie Strafanzeigen verteilte. 

Mit fünf Streifenwagen fuhren Beamte am Freitag zu einer Wohnung in Mannheim: Weil Zeugen auffiel, dass sich immer wieder Leute im Treppenhaus aufhielten, riefen sie die Polizei. Die entdeckte 27 Gäste, die einen Kindergeburtstag feierten. Von Abstandsregeln, Kontaktbeschränkungen und Masken war auch hier Fehlanzeige, sodass alle eine Anzeige wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung bekamen. 

Wochenende der Corona-Partys: Illegale Partys in ganz Deutschland aufgelöst
Polizisten mussten bundesweit Corona-Partys am Wochenende auflösen. 
Foto: iStock/Chalabala/Symbolbild
 

Weitere illegale Party in diesen Großstädten

In Stuttgart trafen sich 35 Menschen zwischen 17 und 42 Jahren in einer Tiefgarage. Offenbar hofften die Partygäste auf diese Weise ungestört feiern zu können. Nach einem Zeugenhinweis wurde auch diese Party aufgelöst - unter massivem Widerstand einiger Gäste. So sei laut Stuttgarter Zeitung die Stimmung "aggressiv" gewesen, einige Beamte wurden beleidigt. Ein Beamter wurde verletzt. "Die Personen sind ja schon von vorneherein uneinsichtig, sonst würden sie ja nicht an solchen verbotenen Ansammlungen teilnehmen“, erklärt ein Polizeisprecher. "Wird man erwischt, geht man in Verteidigungshaltung und fühlt sich in der Gruppe stark."

Nach der Auflösung einer Party mit etwa 60 Gästen, kam es in einer Dresdner Kleingartenanlage, zu der jemand via Instagram aufgerufen hatte, in der Nacht zu Sonntag ebenfalls zu Auseinandersetzungen: Die Beamten mussten sogar teilweise Pfefferspray einsetzen und verhängte mehrere Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutz-Verordnung.

Die Polizei in München musste in der Nacht auf Sonntag nach einem Notruf ein Treffen mit zwei Frauen und zwei Männern (23 bis 25 Jahre alt) auflösen. Weil die Beamten ein offenes Fenster sahen, bemerkten, stellten sie fest, dass sich auf dem Dach eine 24-Jährige und ein 32-Jähriger befanden. Offenbar wollten sie flüchten. Bei dem Versuch zurück in die Wohnung zu gelangen, stürzte die Frau nach einem Bericht der Abendzeitung aus vier Metern vom Dach. Die 24-Jährige landete auf ihren Füßen und wurde zur Überprüfung in ein Krankenhaus eingeliefert. Alle sechs Partygäste erhielten Strafanzeigen. 

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