ImmobilienportaleWohnungsbetrug: Mit diesen Tipps schützt du dich vor falschen Angeboten

Zu gut um wahr zu sein - das gilt oftmals für Immobilien bei einem Wohnungsbetrug. Wie du falsche Angebote erkennst und dich vor Betrügern schützt.

Wer derzeit auf Wohnungssuche ist, weiß, wie schwierig sich ebendiese gerade in städtischen Gebieten erweisen kann. Mit der Nachfrage steigen auch die Mieten ins Unermessliche.

Umso erfreuter zeigt man sich, taucht plötzlich doch ein passendes Angebot auf. Dabei handelt es sich auch noch um die perfekte Wohnung – groß, hell, in beliebter Lage und vor allem nicht nur bezahlbar, sondern unglaublich günstig. Das ist doch zu schön um wahr zu sein?

Leider lautet die Antwort darauf oftmals "Ja". Doch zunächst zurück zur Suche: Man nimmt begeistert, gar euphorisch Kontakt zum Immobilienanbieter auf. Das Fünkchen Hoffnung keimt auf, das uns versichert, es gäbe doch noch faire Vermieter und wir hätten endlich unsere Traumwohnung gefunden.

Wenn man dann sogar eine Antwort bekommt – was auf den Immobilienportalen heutzutage selbst zur Rarität geworden ist – fühlt sich der besagte Funken Hoffnung gleich bestätigt. Der Text liest sich nett, der Vermieter wirkt seriös und das Beste – er hält uns auch für den perfekten Mieter. Spätestens wenn jetzt Worte wie Ausland, Schlüsselübergabe und Vorauszahlung fallen, ist Vorsicht geboten.

Immer wieder wird von Betrügern auf Immobilienportalen berichtet. Sie bieten die perfekte Wohnung an, zeigen sich freundlich und seriös, fordern jedoch Geld. Schlimmstenfalls stellt sich nach der Überweisung heraus,  dass weder der Vermieter, noch die Wohnung überhaupt existieren.

Dubiose E-Mails von Vermietern im Ausland können auf einen Wohnungsbetrug hindeuten.
Dubiose E-Mails von Vermietern im Ausland können auf einen Wohnungsbetrug hindeuten.
Foto: iStock
 

Wie erkennt man gefälschte Angebote? So schützt du dich vor Wohnungsbetrug

Warnzeichen: Der Vermieter befindet sich im Ausland

Unglücklicherweise ist der Vermieter gerade nicht in Deutschland und kann sich deshalb nicht selbst um die Besichtigung kümmern. Hier sollte man aufhorchen. Oftmals rekonstruieren die Betrüger eine durchaus plausible Geschichte mit persönlichen Details, die beispielsweise darauf hinausläuft, dass der Mieter zunächst Geld überweisen soll und den Schlüssel zugesandt bekommt – der aber niemals ankommt.

Achte auf die Sprache

Oftmals wird in holprigem Deutsch oder auf Englisch geantwortet.  Das erschwert die Kommunikation. Auch wirken die Vermieter übermäßig freundlich, der Ton wird jedoch auf misstrauische Nachfragen hin barscher.

Ist das Angebot noch auf dem Portal zu finden?

Wenn das Inserat direkt nach der Kontaktaufnahme gelöscht wird, darf man misstrauisch werden. Bestenfalls handelt es sich um eine schlichte Reaktion auf viele Anfragen. Schlimmstenfalls existiert die Wohnung gar nicht oder das Inserat wurde von anderen Interessenten gemeldet.

Achte auf die Fotos

Sehen die Fotos aus wie aus dem Katalog? Auffällig sind zudem Fotos einer leeren Wohnung, aber das Angebot des Vermieters, die Wohnung sei möbliert zu mieten. Solche Diskrepanzen können Hinweis auf einen Betrug sein.

Wird ein konkreter Besichtigungstermin vereinbart?

Auf die Frage nach einer Besichtigung kommt stets eine positive Nachricht – ein konkreter Termin kann aber gerade nicht vereinbart werden, da die Person entweder im Ausland ist oder erst eine Immobilienagentur beauftragt werden müsste. Hier gilt: Niemals Geld bezahlen oder eine Wohnung mieten, wenn diese nicht vorher besichtigt wurde.

Überweise niemals Geld

Handelt es sich bei dem Inserat tatsächlich um einen Wohnungsbetrug, ist man auf Geld aus. Die Forderung ist aber geschickt verpackt: Der Schlüssel sei bereits unterwegs, die Gebühren für die Immobilienagentur müssten zuerst bezahlt werden – all dies sind keine Gründe, die das vorzeitige Überweisen von Geld rechtfertigen.

Bleib realistisch

Immobilienbetrüger locken mit Angeboten, die zu schön sind um wahr zu sein. Der Preis ist meist deutlich günstiger als bei vergleichbaren Inseraten, zudem wird damit geworben, dass sämtliche Kosten (beispielsweise für TV und Telefon) bereits inklusive sind. Hier ist Skepsis gefragt.

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(ww4)

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