Dubiose Behandlungsmethode

Wurmmittel statt Corona-Impfung: Mediziner warnen vor gefährlichem Trend

Wurmmittel statt Corona-Impfung? Für viele Aluhutträger die perfekte Alternative. Mediziner warnen allerdings vor diesem gefährlichen Trend!

Wurmmittel statt Corona-Impfung: Mediziner warnen vor gefährlichem Trend
Foto: Luis Alvarez/Getty Images & Luis Alvarez/Getty Images

Mediziner und Forscher schlagen gleichermaßen Alarm! Vielerorts steigt die Nachfrage nach Wurmmittel als dubiose Behandlungsmethode gegen eine Corona-Infektion. Was dabei allerdings viele vergessen: Eine zu hohe Dosis des Medikaments kann bei Menschen zu starken Nebenwirkungen bis hin zum Tod führen.

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Warum sich diverse Menschen nicht gegen das Coronavirus impfen lassen? Sie wollen nicht das Versuchskaninchen für etwas sein, dessen Langzeitfolgen noch so unerforscht sind. So weit, so gut. Stattdessen greifen Corona-Leugner, Schwurbler und Aluhuträger immer häufiger zu Wurmmitteln.

Ausgerechnet ein Medikament, das insbesondere bei Pferden, Schafen und Rindern, die von Würmern befallen sind, angewendet wird, soll vor einer Corona-Infektion schützen. Dass ein Wurmmittel allerdings gefährlich für Menschen ist, dass vergessen dabei viele.

Obwohl Ärzte, das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) als auch das RKI gleichermaßen vor einer solchen Einnahme warnen, kam es bereits zu zahlreichen kritischen Fällen. "Sie nehmen die weitaus höhere Dosis, die eigentlich für Pferde gedacht ist. Es gab schon Vergiftungen", so Thomas Veitschegger, Präsident der Oberösterreichischen Apothekerkammer gegenüber dem oberösterreichischen Portal "OÖ Nachrichten".

Studien zeigen: Wurmmittel hat keine Wirkung gegen Covid-19

Auch in den USA ist die Einnahme von Wurmmitteln zur Behandlung gegen Covid bereits seit Monaten beliebt. "Du bist kein Pferd. Du bist keine Kuh. Ihr alle nicht. Ernsthaft. Hört damit auf", warnte deshalb die FDA (Food and Drug Administration - US-amerikanischen Arzneimittelbehörde), nachdem mehrere Menschen mit Vergiftungen und Symptomen wie Halluzinationen und Zitteranfällen in Krankenhäuser eingeliefert wurden.

Mehrere Studien zeigen zudem, dass ein solches Wurmmittel keinerlei Auswirkungen auf den Verlauf einer Corona-Infektion habe. Auch eine Sars-CoV-2-Infektion könne ein Wurmmittel „nach den aktuell vorliegenden Erkenntnissen“ nicht verhindern, heißt es in der Pressemitteilung der Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums Würzburg.

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