Arbeitsbedingungen Zara: Modekette entlässt Mitarbeiter und bekommt Ärger mit Betriebsrat

Zara hat Mitarbeiter entlassen - hauptsächlich Mütter
Zara hat Mitarbeiter entlassen - hauptsächlich Mütter
Foto: Istock

Zara ist eine der beliebtesten Modeketten Deutschlands - doch was jetzt über das Unternehmen öffentlich wird, sind keine schöne Nachrichten.

Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel veröffentlichte, kam es zu massivem Personalabbau in einigen Filialen. Sicherlich kein Einzelfall in der Modebranche. Vor allem deutsche Unternehmen haben in den letzten Jahren schwer auf dem Markt zu kämpfen. Doch bei Zara wurden hauptsächlich Mütter und kranke Menschen entlassen. Personalgespräche wurden unter anderem in München, Hamburg und Hannover geführt. Rund 40 Mitarbeitern wurden in Zuge dessen Aufhebungsverträge angeboten.

 

Zu häufige Fehlzeiten: Mütter und Kranke werden entlassen

Grund für die Kündigungen: Die Mitarbeiter fielen auf durch eine "ungewöhnlich hohe Arbeitsabwesenheit ohne klar erkennbaren Grund". Bei Müttern und krankheitsbedingten Ausfällen ein schwer nachvollziehbarer Grund. Es drängt sich die Vermutung auf, dass Mitarbeiter, die eventuell nicht so flexibel sind wie andere, aus dem Unternehmen verdrängt werden sollen.

 

Verdrängung von unflexiblen Arbeitnehmern

In einem internen Schreiben der Zara-Arbeitnehmer an die Geschäftsleitung, das Spiegel vorliegt, heißt es außerdem: Mitarbeiter, "die nicht mehr in das Personalmodell der Zara passen, aus dem alltäglichen Arbeitsprozess wegzudrängen". Beispielsweise in München ist das bereits geschehen. Von den 27 Mitarbeiterinnen, die entlassen werden sollen, sind alle Mütter.

Nun muss sich der Betriebsrat von Zara mit den Vorwürfen der Mitarbeiter gegen die Unternehmensführung auseinandersetzen. Positiv wirkt sich diese Personalpolitik bestimmt nicht auf das Betriebsklima und das Image der Modekette aus.

 

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