Immer mehr Zecken und RisikogebieteZeckengefahr: Rekord bei Hirnentzündung FSME

Zecken breiten sich in Deutschland immer weiter aus. Ein neuer Höchststand bei Hirnentzündungen FSME sorgt für Beunruhigung.

So viele waren es noch nie: 583 Fälle von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wurden im Jahr 2018 gemeldet. Damit wurde der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2016 (546 Fälle) ganz klar überschritten. Das belegt der aktuelle Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin.

 

Mehr FSME-Risikogebiete in Deutschland 

Doch nicht nur die Anzahl der gemeldeten FSME-Fälle ist gestiegen, auch die FSME-Risikogebiete weiten sich immer mehr aus. Erstmals wurde 2018 auch ein Risikogebiet in Norddeutschland ausgemacht. Im niedersächsischen Landkreis Emsland erkrankten vermehrt Menschen. Die anderen vier neuen Risikogebiete grenzen in Sachsen und Bayern an bereits bestehende Risikogebiete. In Bayern, Baden-Württemberg und den südlichen Regionen von Hessen, Thüringen und Sachsen zählen beinah alle Landkreise zu den FSME-Risikogebieten. Menschen, die in diesen Gebieten leben, wird eine Schutzimpfung empfohlen. FSME wird durch Zeckenbisse an den Menschen übertragen.

 

Mehr Sonne, mehr Zecken

Eine Sprecherin des RKI sagte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass Schwankungen bei den FSME-Werten durchaus üblich seien. Es wird vermutet, dass der heiße Sommer 2018 die Bedingungen für die Übertragung von FSME-Viren begünstigt hat. Schaut man sich in diesem Zusammenhang die aktuelle Wetterlage an, könnten die Zahlen der FSME-Fälle 2019 sogar noch weiter ansteigen. Mit Temperaturen von fast 20 Grad hat die Sonne bereits im Februar den Frühling eingeleitet und damit auch die Zecken aus ihrer Winterstarre geweckt. Denn Zecken werden schon ab Temperaturen von nur sieben Grad aktiv. Sobald es mehrere Tage lang über sieben Grad warm ist, steigt auch das Risiko einer Zecke zu begegnen.

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