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GesundheitZöliakie, Gluten-/Weizensensitivität oder Weizenallergie – was ist der Unterschied?

"Ich vertrage kein Gluten." Diesen Satz hört man immer häufiger. Doch was genau bedeutet das? Welche Formen der Glutenunverträglichkeit gibt es? Und woran erkenne ich, ob ich selbst an einer davon leide? Wir klären auf!

Weizen
Foto: iStock/xalanx

Gluten ist ein natürliches Eiweiß, das in Getreidesorten wie Weizen, Gerste, Dinkel oder Roggen enthalten ist. Immer mehr Menschen verzichten mittlerweile darauf, da sie nach dem Verzehr glutenhaltiger Lebensmittel mit unangenehmen Reaktionen zu kämpfen haben: Ihr Körper verträgt das Gluten einfach nicht.

 

Was ist eine Glutenunverträglichkeit?

Zuallererst müssen wir eine Sache klarstellen: Glutenunverträglichkeit ist kein medizinischer Begriff. Vielmehr ist es ein Überbegriff für eine ganze Reihe an Symptomen und auch Krankheitsbildern, die mit Gluten in Zusammenhang gebracht werden. Dazu gehören Zöliakie, Weizenallergie und Gluten-/Weizensensitivität. Doch wie unterscheiden die sich voneinander?

Für ein gutes Bauchgefühl hilft nur die Diagnose vom Arzt
Leide ich an einer Glutenunverträglichkeit? Am Ende dieses Artikels kannst du den Test machen!
 

Was ist Zöliakie?

Zöliakie ist eine genetisch veranlagte Autoimmunerkrankung. Der Verzehr von Gluten führt bei Menschen mit Zöliakie zu einer chronischen Entzündung und Rückbildung der Dünndarmzotten. Das gilt auch schon bei der Aufnahme von kleinsten Mengen an Gluten. Heilbar ist die Zöliakie nicht, aber behandelbar: Eine lebenslange, sorgfältig eingehaltene glutenfreie Ernährung lässt die Symptome abklingen. Bis zu 1% der Bevölkerung ist an Zöliakie erkrankt. Die Dunkelziffer ist jedoch hoch.

Mehr Infos über die Symptome, Entstehung und Diagnose der Zöliakie gibt es hier.

 

Was ist eine Gluten-/Weizensensitivität?

Wer an einer Gluten-/Weizensensitivität leidet, reagiert überempfindlich auf Gluten und andere Bestandteile im Weizen. Weltweit können davon 0,6 bis 10,6% der Bevölkerung betroffen sein.

Schwierig ist es, die Symptome exakt zu deuten, da sie denen der Zöliakie sehr ähnlich sind. Für eine Gluten-/Weizensensitivität gibt es keine spezifischen Antikörper, deshalb wird diese Intoleranz per Ausschlussverfahren diagnostiziert: Liegt bei typischen Symptomen keine Zöliakie oder Weizenallergie vor, gehen Ärztinnen und Ärzte davon aus, dass es sich um eine Gluten-/Weizensensitivität handelt. Die Therapie besteht darin, sich glutenfrei zu ernähren.

Zum Glück gibt es zahlreiche glutenfreie Alternativen
Glutenfreie Ernährung bedeutet nicht, dass man auf Lieblingsspeisen verzichten muss: Es gibt längst zahlreiche glutenfreie Alternativen!

Der große Unterschied zur Zöliakie ist dabei, dass die glutenfreie Ernährung nicht lebenslang eingehalten werden muss: Ein Zeitraum von mindestens ein bis zwei Jahren sollte es jedoch mindestens sein. Versuchsweise können dann wieder geringe Mengen an Gluten aufgenommen werden.

Mehr Informationen rund um das Thema Gluten-/Weizensensitivität gibt es hier.

 

Was ist eine Weizenallergie?

Eine Weizenallergie ist eine immunologische Reaktion des Körpers auf Weizen: Das Immunsystem reagiert unangemessen stark auf eigentlich harmlose Eiweißbestandteile des Weizens. Symptome sind meistens Reaktionen der Haut und der oberen Atemwege. Die Therapie besteht aus einer Ernährungsumstellung, die strikt befolgt werden sollte: Nachdem ein Allergologe eindeutig festgestellt hat, dass eine Weizenallergie vorliegt, müssen Weizen und verwandte Getreidesorten dauerhaft vom Speiseplan gestrichen werden

Mehr Infos über die Weizenallergie, ihre Symptome und die Therapiemöglichkeiten gibt es hier.

Sicherheit gibt nur die ärztliche Diagnose
Zöliakie, Weizenallergie oder Gluten-/Weizensensitivität? Sicherheit gibt nur eine ärztliche Diagnose!
 

Glutenunverträglichkeit? Mach den Symptom-Check!

Du bekommst nach dem Verzehr von Brot, Pizza oder anderen Teigwaren häufig Bauchschmerzen, Magenkrämpfe oder ein unangenehmes Völlegefühl? Vielleicht wird dir auch übel oder deine Haut zeigt auffällige Reaktionen? Die Marke Schär, Experte für glutenfreie Lebensmittel, bietet online einen kostenlosen Symptom-Check an. Hier erfährst du nach wenigen Klicks, ob deine Symptome auf die in diesem Artikel beschriebenen Glutenunverträglichkeiten hinweisen könnten.

Ganz wichtig: Im nächsten Schritt solltest du auf jeden Fall mit deiner Ärztin oder deinem Arzt sprechen, um eine Diagnose von einem Fachexperten zu erhalten.

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