Kritik an VideodienstZoom APP: Warnung! Experten schlagen Alarm

Durch die Corona-Krise können Meetings oft nur noch via Videokonferenzen aus dem Homeoffice stattfinden. Experten warnen jetzt allerdings vor der Nutzung der App Zoom.

Durch die wachsende Ausbreitung des Coronavirus müssen alle bei Meetings aus dem Homeoffice, aber auch beim Plausch mit Freunden und Familie auf Videokonferenzen zurückgreifen. Viele nutzen dafür mittlerweile den Dienst Zoom, mit dem man mit mehreren Leuten gleichzeitig konferieren kann. Auch deshalb darf sich Zoom seit der Verschärfung der Krise über stetig steigende Anmeldezahlen freuen. Jetzt wird allerdings Kritik an dem amerikanischen Unternehmen laut.

 

App Zoom wegen Datenschutz-Mängeln in der Kritik

Sicherheitsexperten warnen davor, die iOS-App zu nutzen, da sie erhebliche Mängel beim Datenschutz aufweist. Zwar verspricht die Firma, die Privatsphäre zu schützen, doch gleichzeitig werden Nutzerdaten an Dienstleister wie zum Beispiel Facebook weitergegeben. Laut „Zeit Online“ werden dem Netzwerk zum Beispiel Modell, freier Speicherplatz und Displaygröße des genutzten Gerätes überliefert. 

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Kelber warnt zudem vor der Nutzung der Plattform, da es keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gebe. Dem Handelsblatt sagte Kelber: "Damit ist von dieser Kommunikationsform abzuraten, wenn personenbezogene Daten im Spiel sind." Er appelliere an Firmen und private Nutzer, die Kommunikationsmöglichkeiten zu hinterfragen, statt aus Bequemlichkeitsgründen bekannte Angebote zu nutzen.

Gegenwind erhält die Firma auch aufgrund des sogenannten Zoombombing. Fremde Nutzer können sich ganz einfach in Telefonkonferenzen einwählen, wenn sie an den entsprechenden Link gelangen. Verhindert werden kann das nur, wenn das Gespräch auf privat gestellt wird.

 

Zoom: Videokonferenz-Teilnehmer können überwacht werden

Für Unmut sorgt außerdem die Überwachung innerhalb eines Meetings. So kann ein Konferenzleiter kontrollieren, ob die anderen Teilnehmer auch wirklich voll bei der Sache sind. Wird die Konferenz für mehr als 30 Sekunden aus den Augen gelassen – und sei es nur, um eine andere Seite auf seinem Gerät zu öffnen – wird diese sofort verpetzt. Zwar muss diese Überwachungsfunktion extra aktiviert werden, jedoch werden die Teilnehmer darüber nicht informiert.

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In zwei Stellungnahmen versprach das Unternehmen bereits, seine Datenschutzerklärung zu überarbeiten und persönliche Daten nicht mehr an Facebook weiterzugeben. Experten bleiben trotzdem skeptisch. Der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar erklärte gegenüber „Das Handelsblatt“: „Die Nachrichtenlage um Zoom ist derzeit durchaus beunruhigend. Hier sollte jeder, der Zoom anwendet, sich fragen, ob man dem Unternehmen in punko Datenschutz und Datensicherheit vertrauen kann.“ Allerdings gebe es in Deutschland auch keine gleichwertigen Alternativen, so Caspar. Das gilt zumindest für Konferenzen via Handy. Mit dem Notebook können Nutzer dagegen auf alternative Dienste wie Google Hangout oder Microsoft Teams zurückgreifen.

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