Flucht mit RammbockZwiefalten: Drei Psychiatrie-Insassen geflohen - ein Mann wird noch gesucht

Aus einer psychiatrischen Einrichtung in Zwiefalten sind am vergangenen Samstag drei Männer ausgebrochen. Ein Insasse wird nun noch polizeilich gesucht.

In Zwiefalten, Baden-Württemberg, sind am vergangenen Wochenende drei Häftlinge aus der Psychiatrie ausgebrochen. Die Straftäter lebten seit mehreren Monaten zusammen in dem 20 Quadratmeter großen Raum, aus dem sie gegen 20 Uhr am Samstagabend flohen. Sie mussten sich einem gerichtlich verordneten Drogenentzug unterziehen. Alle drei Männer sind wegen räuberischer Erpressung vorbestraft.

Um aus der Psychiatrie zu entkommen, hatten die Männer aus dem Holz eines Betts einen Rammbock gebastelt. Mit diesem durchschlugen sie die Außenwand, nachdem sie Heizkörper zur Seite gebogen hatten. Die Insassen seilten sich dann an Bettlaken nach unten auf den Boden ab.

Trotz häufiger Kontrollen, wurde der Ausbruch der drei Männer erst bemerkt, als der Rauchmelder ausgelöst wurde. Aus dem kaputten Heizkörper war Wasserdampf entwichen.

 

Zwiefalten: Psychiatrie-Insassen entkommen durch Loch in der Außenwand
Durch dieses Loch in der Außenwand sind die drei Psychiatrie-Insassen entkommen.
Foto: dpa

Von den drei Männer ist aktuell noch einer auf der Flucht. Zwei Flüchtige wurden zwischenzeitlich in Esslingen, knapp 85 Kilometer von Zwiefalten entfernt, gefasst. Sie hatten sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert und sich dann auf der Toilette einer Marktkauf-Filiale versteckt.

Aktuell sucht die Polizei noch nach einem Mann türkischer Herkunft. Er ist 32 Jahre alt und 1,68 Meter groß. Er könnte in einem dunkelblauen Mercedes (A-Klasse) mit dem Kennzeichen RT-AR 163 unterwegs sein. Dieses Auto wurde nämlich kurz nach dem Ausbruch der drei Häftlinge gestohlen.

Nicht nur auf nationaler Ebene wird nach dem Flüchtigen gefahndet. Die Polizei sucht auch im Ausland nach dem Mann.

 

(ww8)

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