Füße wärmenKalte Füße: Was steckt wirklich dahinter?

kalte fuesse artikel
Kalte Füße können echt unangenehm sein
Foto: Istock

Alle Jahre wieder leiden unzählige Frauen unter kalten Füßen. Was die Ursachen dafür sind und was man dagegen tun kann, erfahrt ihr hier.

Ich merke meine kalten Füße meist erst, wenn es schon zu spät ist. Typische Situationen sind dann zum Beispiel: Ich berühre das Bein meines Freundes und er schreit auf oder ich stehe unter der Dusche und das warme Wasser prickelt so richtig auf meinen Füßen. Aber Fakt ist, dass meine Füße - genauso wie die fast jeder Frau - eigentlich ständig kalt sind. Was hilft eigentlich am besten? Gibt es einen ganz speziellen Trick?

Leider handelt es sich bei kalten Frauenfüßen nicht um ein dummes Klischee: Es stimmt. Frauen haben tatsächlich häufiger Eis-Füße als Männer. Die Wissenschaft geht davon aus, dass es an der niedrigeren Muskel- und Körpermasse hängt.

Was sind die Ursachen für kalte Füße?

Nässe sorgt für Kälte

Den Tag verbringst du in warmen Schuhen, wenn du nach Hause kommst, ziehst du die natürlich als Erstes aus. Aber wechselst du auch deine Socken? Nein? Solltest du aber vielleicht. Denn wenn der Fuß über Tag schwitzt, wird der Socken feucht. Läufst du damit dann über den kalten Küchenboden, entsteht Verdunstungskälte. Die Folge: Deine Füße werden schneller kalt. Was hilft: Zu Hause einfach ein mal staubtrockene Socken anziehen. Das hilft kalten Füßen vorzubeugen.

Niedriger Blutdruck

Deine Füße lassen dich nachts nicht schlafen, weil sie so kalt sind? Dann solltest du vielleicht auch von einer körperlichen Ursache ausgehen. Ein niedriger Blutdruck kann für kalte Füße sorgen. Wenn du zusätzlich auch Schmerzen und Krämpfe hast, solltest mit einem Arzt über deine kalten Füße sprechen.

Zu enge Schuhe

Enge Schuhe und Strümpfe komprimieren die Blutgefäße und die Durchblutung nimmt ab. Deine Füße werden kalt. Deshalb solltest du immer drauf achten, dass deine Füße ausreichend Freiheit haben, damit die Durchblutung nicht gestört ist.

Schildrüsenunterfunktion

Viele Frauen leiden an einer Unterfunktion der Schilddrüse und bemerken diese gar nicht. Auch die kann für frostige Füße sorgen. Häufiger als kalte Füße sind allerdings Müdigkeit und Haarausfall.

Was hilft wirklich bei kalten Füßen?

Bewegung

Hört sich doof an, aber am schlimmsten für die Füße ist zu wenig Bewegung. Das kannst du merken, wenn du länger auf dem Sofas lagst und die Füße zum Beispiel über die Lehne gebaumelt haben. Wenn du den Blutfluss in den Füßen nicht in Bewegung hältst, dann werden dieser schneller kalt. Wer also vor dem Schlafengehen noch mal einen kleinen Spaziergang durch die Wohnung macht, hat bessere Chancen, dass die Füße in der Nacht nicht so stark frieren. <<< So bastelst du dir selbst ein Wärmekissen für deine Füße

Richtiges Socken-Material

Baumwoll-Socken sollten gemieden werden. Der Grund: Schwitzt der Fuß im Schuh, saugt sich die Baumwollsocke voll und bleibt feucht. Die Folge: kalte Füße. Besser: Merinowolle. Sie speichert die Körperwärme und bleibt auch bei schwitzenden Füßen trocken, da die Fasern die Feuchtigkeit binden und nach außen abgeben (Merinowolle ist hygroskopisch).

Zudem gilt: Auch bei Füßen funktioniert der Zwiebeleffekt! Zwei oder drei Paar dünne Socken können länger warm halten, als ein Paar dicke Socken.

Wärmesohlen

Wärmende Schuheinlagen aus Lammfell oder Schafswolle halten die Füße kuschelig warm. Wer extrem friert, kann zu Aktivkohlesohlen greifen: Sie heizt sich bei Kontakt mit Luft auf 39 Grad auf. Die sind allerdings nicht so atmungsaktiv wie die Einlagen aus Fell oder Wolle, sodass die Füße eher schwitzen. Experten raten häufig zur natürlichen Variante.

Aufgewärmte Socken

Wer dazu neigt, mit kalten Füßen aufzustehen, dem sei geraten, die Socken über Nacht auf die Heizung zu legen. Zwar bleiben sich angezogen nicht ewig warm, allerdings ist es ein schöner Start in den Tag, wenn man in warme Socken schlüpfen kann.

Heiße Fußbäder

Ebenfalls akute Hilfe bieten heiße Fußbäder, etwa mit Eukalyptus-Extrakt.

Wasserfeste Schuhe

Nässe ist der Kältemacher Nummer Eins! Wasserfeste isolierte Schuhe sind bei kalten Temperaturen mindestens genauso wichtig, wie die richtigen Socken. Sind die Füße trocken, kühlen sie nicht so schnell ab.

Scharfe Speisen und Tees

Scharfe Speisen und Tees regen die Durchblutung an. Je besser die Durchblutung, desto besser zirkuliert das warme Blut durch deinen Körper - und erreicht auch "entlegene" Stellen wie Füße und Hände. Durchblutungsanregend sind scharfe Gewürze (z.B. Chili, Pfeffer) und scharfe Tees (z.B. mit Ingwer).

Fußmassage

Eine Fußmassage mit Hand oder Igelball regt ebenfalls die Durchblutung an - und zwar direkt an der Stelle, an der es warm werden soll.

 

Kategorien: